Wie Ali Baba von Aleppo nach Paris kam

Ein junger Lebenskünstler reist 1707 vom syrischen Aleppo an den Hof von Versailles. Er erzählt dort arabische Märchen, die in die Weltliteratur eingehen werden.

Ali Baba kommt nach Paris
Ali Baba kommt nach Paris
Scheherazade und der Sultan

Schöne Geschichten kann man über die buntscheckigen Beziehungen zwischen Orient und Okzident erzählen. In der Regel war man im Westen heillos überfordert, die riesige islamische Welt, die von Asien bis ins europäische Spanien reichte, zu verstehen. Einmal wurden die Muslime märchenhaft verklärt, dann wieder als Bedrohung dämonisiert. Luther rief zum „Gebet wider den Türcken“ auf, kaum war die Bedrohung nach der Zweiten Türkenbelagerung weg, trank man in Wien Kaffee mit Kipferl, es erklangen die heiteren Tschinellen der Janitscharenmusik in Mozarts „Entführung aus dem Serail“.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.10.2016)

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