Erich Hackl über Louis Mahrer: Da gilt ein Eid nichts mehr

Als zwei Funker zum Jahreswechsel 1943/44 entdecken, dass ihre Dienststelle den Chiffriercode der Partisanen geknackt hat, beschließen die beiden, diese zu warnen. Louis Mahrers „Bora“: ein Schlüsselwerk in der ungeschriebenen Geschichte antifaschistischer Literatur Österreichs.

Ein Buch wie dieses hat es den akademischen Verwesern der österreichischen Nachkriegsliteraturzufolge gar nicht gegeben: eines, das vom Widerstand zweier Wehrmachtssoldaten handelt, dabei ein klares, ungeschöntes Bild von den Vorgängen im besetzten Jugoslawien gibt und neben Mut und Verantwortungsbewusstsein seiner Protagonisten auch von deren Vermögen kündet, inmitten der Kriegsgräuel und politischen Wirrnisse ein tiefes Verständnis für Land und Leute aufzubringen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.04.2017)

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