Ein Kind nach 15 Jahren Ehe

Richard Fords Liebeserklärung an seine Eltern – von unaufdringlicher Intensität.

Richard Ford, Autor von acht opulenten Romanen, legt nun einen gut 140 Seiten schmalen Erinnerungsband vor, in dem er seine Eltern – was auch bedeutet: sich selbst „zwischen ihnen“ – auf liebevoll unaufgeregte Weise porträtiert. Er tut dies mit zwei im Abstand von 30 Jahren verfassten Texten: Der kürzlich geschriebene über seinen schon 1960 nach einem Herzanfall verstorbenen Vater eröffnet das Buch, das mit dem bereits knapp nach ihrem Krebstod 1981 verfertigten Blick auf seine Mutter schließt. Ford lässt Wiederholungen stehen – und sie stören nicht einmal sonderlich, erweist sich das Buch doch mit seiner ausgeglichen wirkenden Prosa fast wie eine Art Meditation über ein verliebtes Ehepaar, das zu späten Eltern eines Einzelkindes wird.

Das ist drin:

  • 3 Minuten
  • 470 Wörter

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.10.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Meistgekauft