Nicht gesehen werden wollen

„Wir Strebermigranten“: Emilia Smechowskis Bericht vom Preis der Überanpassung ihrer Familie.

Es gleicht einer Amputation. Von heute auf morgen darf die kleine Emilka kein Wort Polnisch mehr sprechen. Zumindest dann nicht, wenn die Familie in ihrer neuen Heimat in Berlin unterwegs ist. „Psst“, zischt die Mutter, wenn der quirligen Tochter die falsche Sprache aus dem Mund sprudelt. Denn sie wollen hier nicht auffallen. Nur nicht auffallen, keine Fehler machen, sich der Umgebung anpassen – diese Grundsätze bestimmen die folgenden Jahre der 1988 aus Polen geflüchteten Familie Smechowski. Schließlich haben sie der besseren Zukunft wegen ihre Heimat verlassen, und von nun an gibt es für sie nur einen Weg: den nach oben.

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.10.2017)

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