Kirstin Breitenfellner: Ein Jahrzehnt – aus Blei gemacht

Zu plakativ beschreibt Kirstin Breitenfellner in ihrem Roman „Bevor die Welt unterging“ das Aufwachsen und die politische Bewusstwerdung in den 1980ern.

Was sonst trüge das, was das Untier ,Weltgeschichte‘ nennt, wenn nicht die Hoffnung auf die Katastrophe, den Untergang, das Auslöschen der Spuren.“ In seinem 1983 erschienenen (und mehr denn je lesenswerten) Buch „Das Untier“ propagiert der Literaturwissenschaftler Ulrich Horstmann die Selbstauslöschung des Menschen als letzten und einzig vernünftigen Zielpunkt menschheitsgeschichtlicher Entwicklung. Im Blick auf diese die Geschichte bestimmende „geheime Übereinkunft“ zur Auslöschung alles Humanen sei es also ein zynischer Grund zur Freude, wenn die Menschheit mit atomarer Hochrüstung und Kaltem Krieg ihrer Selbstaufhebung um einige Schritte nähergekommen ist.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.11.2017)

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