Bilder nicht nur im Kopf

Während der NS-Zeit waren Hass- und Feinbild-Ausstellungen beliebte Propagandamittel, um die „Untermenschen“ erfolgreich zu diffamieren. 1941 wurde in Wien die Ausstellung „Das Sowjetparadies“ initiiert, die danach quer durch Europa zu sehen war.

Mit sensationalistisch gestalteten Wanderausstellungen wurde im Nationalsozialismus ein dichtes Netz visueller Hasspropaganda produziert, das sich nach Beginn des Zweiten Weltkrieges immer weiter über Europa spannte. Die 1941 in Wien initiierte Feindbild-Ausstellung „Das Sowjetparadies“ war eine der meistbesuchten. Alleine bis November 1942 kamen über drei Millionen Menschen in die „Sowjetparadies“-Schau. Bis dahin war die Großausstellung in acht europäischen Städten gezeigt worden. Zahlreiche weitere waren für das Jahr 1943 avisiert. Inzwischen wurde die Ausstellung zusätzlich in zwei weiteren, kleineren Versionen durchgeführt.

Das ist drin:

  • 0 Minuten
  • 0 Wörter

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.12.2013)

Meistgelesen