Die Prügler Gottes

Was haben Jimmy Swaggart, Pat Robertson und der neue Linzer Weihbischof gemeinsam? Ein Blick auf die Evangelikalen in den USA zeigt, was katholische und protestantische Gegenmoderne verbindet.

Wortgewaltig, steinreich, großkotzig: Jimmy Swaggart ist ein überaus populärer US-amerikanischer Fernsehprediger alten Stils. Seine rhetorische Höchstform erreicht der evangelikale Geistliche, wenn er die „fleischlichen Sünden“ der Menschen anprangert, Homosexualität vor allem – er drohte einmal sogar damit, Homosexuelle zu erschießen – und Prostitution. Das Verdrängte kehrte jedoch zu Swaggart zurück, das öffentlich Bekämpfte holte ihn privat ein: 1986 wurde Reverend Swaggart in einem Motel in New Orleans mit einer Prostituierten angetroffen, 1991 überraschte ihn die Polizei, als er sich in Kalifornien mit einer Prostituierten im Auto amüsierte.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.02.2009)

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