Meteorit trifft Zweig

James Joyce sei ein „Verkehrtpuritaner mit quäkerischen Ahnen“, sein „Ulysses“ enthalte „keine zehn Seiten Herzlichkeit, alle sind sie zynisch, höhnisch“. So weit Stefan Zweig. Über Joyce und Zweig und Salzburg noch dazu: Anmerkungen zu einem disparaten Verhältnis.

Nahezu weltweit wird der 16. Juni, an dem James Joyce' Roman „Ulysses“ spielt, als „Bloomsday“ gefeiert, seit 1966 auch in Österreich, das mehrfach mit Joyce verbunden ist. In den vergangenen Jahren sind einige Briefe, Dokumente und Fakten wahrgenommen worden, die einzelne weiße Flecken in Joyce' Leben und Werk in rot-weiß-rote verwandelt und vermeintlich Bekanntes in neues Licht gerückt haben: So belegen etwa unveröffentlichte Briefe, dass Joyce und Stefan Zweig einander zwar öfter geschrieben haben, als bekannt war, sie einander aber auch ferner gestanden sind, als Zweig in seiner „Welt von Gestern“ glauben macht.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.06.2009)

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