Der Exodus aus Afrika und andere Migrationsfantasien

Österreichs Migrationspolitik ist durchaus erstaunlich. Sie suggeriert eine Brisanz, die sie zunächst selbst erst erzeugt und schließlich falsch versteht.

Politik des Ausnahmezustands. Grenzzaun zwischen Spaniens nordafrikanischer Exklave Ceuta und Marokko.
Politik des Ausnahmezustands. Grenzzaun zwischen Spaniens nordafrikanischer Exklave Ceuta und Marokko.
Politik des Ausnahmezustands. Grenzzaun zwischen Spaniens nordafrikanischer Exklave Ceuta und Marokko. – JORGE GUERRERO / AFP / picturedesk.comde

Das Thema Migration hat sich über die vergangenen Jahre zu einem Dauerbrenner in heimischen Medien, in der Politik und in alltäglichen Gesprächen entwickelt und bestimmte auch das Ergebnis der jüngsten Nationalratswahlen mit, wenn es sie nicht gar entschied. Alle drei großen Parteien, ÖVP, SPÖ und FPÖ, maßen der Frage der Migration in ihren Wahlkämpfen besondere Bedeutung bei. Am erfolgreichsten waren dabei die Hardliner Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache, die nun als Regierungspartner auch daran arbeiten, einige der im Wahlkampf angekündigten Maßnahmen zur „Eindämmung“ von Migration umzusetzen. Diese Politik setzt sich auf EU-Ebene fort.

Aus wissenschaftlicher Sicht verblüfft der Stellenwert, der dem Thema Migration von der österreichischen Politik eingeräumt, ja bewusst zugesprochen wird. Und noch mehr verblüffen die Maßnahmen, die von der österreichischen Regierung zur „Lösung der Migrationsfrage“ vorangetrieben werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.12.2018)

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