Der Blödheit süße Seiten

Pfarrer: „Und denken Sie immer daran: Wir sind auf der Welt, um anderen Menschen Gutes zu tun!“ Bobby: „Und wozu sind die anderen da?“ Die Witze des Grafen Bobby: eine kleine Kulturgeschichte hiesigen Humors vom Fin de Siècle über Peter Alexander bis zu www.bobbygame.com.

Es ist ein doppelter Verlust: Mit dem Tod Peter Alexanders haben wir nicht nur einen medialen Lebensbegleiter gleich mehrerer Nachkriegsgenerationen verloren, sondern auch den letzten Repräsentanten eines legendären Wiener Typs: des Grafen Bobby. Schon vor Jahren war es still um die einst berühmte Witzfigur geworden, nun scheint sie endgültig der Vergangenheit anzugehören. Das ganze 20. Jahrhundert hindurch hatte Bobby seinen naiven Humor verbreitet, eingebettet in die Populärkultur der Stadt und von hier bis weit in den deutschen Sprachraum ausstrahlend.

Beamter: „Herr Graf, Ihr Brief ist zu schwer, eine Zehn-Heller-Marke ghört noch aufs Kuvert.“ Bobby: „Dann wiegt ja das blöde Brieferl noch mehr!“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.03.2011)

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