Wozu Bildung?

Unser Erkennen steht auf sehr wackeligen Beinen. Wir haben nie alle wichtigen Informationen parat. Der Menge nach verfügen wir andererseits oft über viel zu viele. Wie eine Ordnung in dieses „Gewühl unserer Sinne“ bringen? Bildung für eine wache Zeitgenossenschaft: ein Plädoyer.

Weltanschauungen zerfallen, Autoritäten schwinden. Gewissheiten sind rar geworden. Biografien werden instabil. Definierte Zugehörigkeiten zu Familie, Klasse, Kirche, Region haben ihre identitätsstiftende Kraft verloren. Selbstautorisierte Individuen stehen vor der Aufgabe, die Welt und die eigene Biografie selbst und stets neu zu erfinden.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.04.2011)

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