Platzsturm: Nur ein "Geisterspiel" für Rapid

Die Sanktionen gegen Rapid wurden reduziert. Die Hütteldorfer müssen nur ein Heimspiel vor leeren Rängen austragen. Die Geldstrafe von 50.000 Euro wurde bestätigt.

Platzsturm beim 297. Wiener Derby
Platzsturm beim 297. Wiener Derby
(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Walter Luger)

Das Ständig Neutrale Schiedsgericht der Bundesliga hat am Donnerstag die Sanktionen gegen Rapid nach dem Platzsturm im 297. Derby gegen Austria Wien reduziert. Zwar wurde die Geldstrafe von 50.000 Euro bestätigt, aber die Hütteldorfer müssen in der am 16. Juli beginnenden neuen Bundesliga-Saison nur ein Heimspiel - gegen die Admira - vor leeren Rängen austragen.

Ursprünglich war Rapid zu zwei "Geisterspielen" verurteilt worden. Die Hütteldorfer hatten aber Protest gegen die Sanktionen eingelegt. Das zweite "Geisterspiel" wurde nun aber "bedingt" ausgesetzt, wie die Bundesliga am Donnerstagnachmittag mitteilte. Sollte es bei den beiden kommenden Heim-Derbys von Rapid, die im Ernst-Happel-Stadion ausgetragen werden, zu keinerlei Verstößen von Rapid-Anhängern in irgendeiner Form kommen, dann bleibt es bei dem einen Spiel. Sollten aber grün-weiße Anhänger verhaltensauffällig werden, dann muss Rapid im Frühjahr 2012 ein weiteres Spiel ohne Zuschauerbeteiligung austragen.

Rapids General Manager Werner Kuhn nahm den Spruch des Schiedsgerichts mit einem "lachenden und einem weinenden Auge" zur Kenntnis. "Das weinende, weil doch das 297. Derby der Auslöser war, das tut mir sehr leid. Das etwas lachende, weil nun die Verhältnismäßigkeit der Verurteilung im Vergleich zum benachbarten Ausland, etwa der Schweiz oder Deutschland, gegeben ist. Dort wurden solche Vergehen eben nur mit einem Spiel und einer Geldstrafe geahndet", betonte Kuhn.

Nach der Minderung des Urteils steht Rapid allerdings "nun noch mehr in der Verantwortung, den Maßnahmenkatalog der Ehrlichkeit" umzusetzen, wie Kuhn festhielt. Mit diesem will der Klub Schwerpunkte zur langfristigen Gewaltprävention bei Fußball-Spielen umsetzen, wobei gleichzeitig die Fankultur von Rapid weiterhin gefördert werden soll. In Summe soll mit dem Maßnahmenkatalog erreicht werden, dass sich Rapid künftig noch mehr durch Fairness und Respekt auszeichnet. "Und sportlich wollen wir sehr, sehr rasch auch dort wieder hinkommen, wofür wir stehen und was von unseren Fans erwartet wird", bemerkte Kuhn.

(APA)

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