Naby Keïtas Durchbruch in Anfield

Der ehemalige Salzburg-Profi wird nach einer schwierigen Anfangsphase den hohen Erwartungen bei Titel-Mitfavorit Liverpool gerecht.

Naby Keïta.
Naby Keïta.
Naby Keïta. – (c) Action Images via Reuters (LEE SMITH)

Liverpool. Just als erste Gerüchte von einer möglichen Rückkehr in die deutsche Bundesliga die Runde machten, wendete sich das Blatt: Naby Keïta trug mit seinem Auftritt wesentlich zum 2:0-Sieg des FC Liverpool im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Porto bei. Am Mittwoch steigt das Rückspiel in Portugal (21 Uhr, Dazn), in seiner aktuellen Form könnte der 24-jährige Mittelfeldspieler ein Trumpf werden, wenn es für Liverpool um die Titel in England und in Europa geht.

Keïta stieß im vergangenen Sommer mit der Bürde einer 60-Millionen-Ablösesumme zur Mannschaft von Jürgen Klopp. Schon zwölf Monate zuvor hatte er sich für den Wechsel von Leipzig nach England entschieden. Bis dahin hatte der Mann aus Guinea einen rasanten Aufstieg hingelegt. 2014 war Keïta als 19-Jähriger aus dem französischen Unterhaus zu Red Bull Salzburg gekommen, wo er sich schon in seiner ersten Saison durchsetzte und Meister und Cupsieger wurde. Im folgenden Jahr wurde Keïta gar zum Spieler des Jahres in Österreich gewählt.

Logische Folge war der Wechsel zum Red-Bull-Schwesterverein nach Leipzig. Die Sachsen waren gerade in die deutsche Bundesliga aufgestiegen und rüsteten vor allem mit Salzburg-Spielern auf. Einer davon war Keïta, der mit seinem Siegtreffer bei Leipzigs Bundesliga-Heimpremiere gegen Borussia Dortmund (1:0) gleich ein glänzendes Debüt ablieferte.

Doch auch in Deutschland war nach zwei Jahren Schluss. Keïtas Dynamik und Torgefahr hatte sich bei den europäischen Spitzenklubs herumgesprochen, in 71 Partien erzielte er 17 Tore und gab 15 Vorlagen. Liverpool-Trainer Klopp holte ihn 2018 an die Anfield Road.

Der Start bei den Reds war holprig. Keïta kam bisher zu 23 meist nicht allzu langen Einsätzen, nur in 40 Prozent der gesamten Spielzeit stand er auf dem Platz. Anfang April hat der 33-fache guineische Teamspieler dann mit dem ersten Premier-League-Tor aufgezeigt – ausgerechnet gegen Southampton und seinen Leipziger Ex-Coach Ralph Hasenhüttl. Auch beim 2:0-Heimsieg am Sonntag gegen Chelsea stand er wieder in der Startelf. (herbas)

 

Champions League Viertelfinale

Rückspiele: FC Porto – Liverpool (21 Uhr, live Dazn; Hinspiel: 0:2), Manchester City – Tottenham (21 Uhr, live Sky; Hinspiel: 0:1).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.04.2019)

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