BSO begleitet Sport Strategie Austria mit Know-How

Die Bundes-Sportorganisation feiert heuer ihren 50. Geburtstag und widmet sich im neuen Jahr allen voran der Zukunft des österreichischen Sports.

BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer
BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer
BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer – (c) BSO/Leo Hagen

Die österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) blickt ihrem 50. Geburtstag entgegen und auf ein besonders intensives Jahr zurück: Die Bandbreite der Tätigkeiten der Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports reichte 2018 von der Einführung von Maßnahmen in der Prävention sexualisierter Gewalt über die Beratung ihrer Verbände zur Datenschutzgrundverordnung bis zur neuerlichen Koordination der Europäische Woche des Sports in Österreich, der erstmaligen Austragung des „Sport Austria Summit", der die Leistungen des Sports in Szene setzte, sowie die Befragung zur Sportvereinsmitgliedschaft im Rahmen der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung 2017 der Statistik Austria.

Freilich wird sich der Arbeitsumfang auch 2019 nicht verringern. Im Gegenteil. Sportpolitisch wird die Umsetzung der Ende 2018 von Vizekanzler und Sportminister Heinz Christian Strache präsentierten Sport Strategie Austria einer der Hauptpunkte des Jahres sein. „Diesen Umsetzungsprozess", verspricht BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer, „wird die BSO mit ihrem Know-How ganz genau begleiten. Das betrifft freilich auch die den Sport betreffenden Punkte des Regierungsprogramms, die ja zu einem Großteil auf BSO-Forderungen zurückzuführen sind, insbesondere die Abgabe auf Online-Sportwetten. Und natürlich werden wir auch andere BSO-Initiativen genau im Auge behalten: Zum einen unsere jüngste Forderung, die Zeiten, die Sportlerinnen und Sportler im Spitzensport verbracht haben, auf die Pension anzurechnen, zum anderen die verstärkte Öffnung der Schulen für Vereine und natürlich die Umsetzung der täglichen Bewegungseinheit in Kindergärten und Schulen." Ihre Umsetzung wäre wohl eines der schönsten Geschenke zum 50er, der sich vor allem um eines drehen wird: die Zukunft des österreichischen Sports.

Sport ist Nummer drei

Das Ergebnis der erstmals durchgeführten Statistik Austria-Umfrage zur Sportvereinsmitgliedschaft unterstrich die Wichtigkeit und die Bedeutung der Arbeit aller im österreichischen Sport engagierten Menschen. Denn diese betrifft nicht weniger als 2,1 Millionen, also jede/n Vierte/n in Österreich! Das bedeutet, dass der organisierte Sport nach der Katholischen Kirche und der Arbeiterkammer auf Platz 3 der Mitgliederorganisationen liegt und somit zu den größten gesellschaftlichen Bereichen des Landes zählt! Neben seiner besonders wichtigen Funktion bei der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen ist er auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: So erwirtschaftet der Sport in Österreich direkt und indirekt 17 Milliarden Euro pro Jahr, schafft 330.000 Arbeitsplätze und erspart dem Staat 530 Mio. Euro an Gesundheitskosten – ebenfalls jährlich (vgl. SportsEconAustria-Studien).

Kampf gegen sexualisierte Gewalt

Damit Österreichs 15.000 Sportvereine und rund 500.000 Ehrenamtliche auch künftig eine gute, auf Vertrauen basierende Arbeit leisten können, hat die Bundes-Sportorganisation im Jahr 2018 einen ihrer Schwerpunkte auf den Bereich der Prävention sexualisierter Gewalt gelegt.

BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer: „Dieses Thema war mir besonders wichtig. Denn obwohl Sport enorm viel Potenzial für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bietet, treten leider auch in diesem gesellschaftlichen Bereich unterschiedliche Formen der Machtausübung und Grenzverletzungen auf, die bis zu sexualisierter Gewalt reichen können.

Wir haben daher bereits zu Jahresbeginn unsere Präventionsmaßnahmen spezifiziert, erweitert und in einem neuen 5-Punkte-Programm zusammengefasst. Die große Befürwortung der Sport-Verantwortlichen zu unserem Programm zeigt, dass ein neues Bewusstsein für das Thema entwickelt werden konnte."

8000 Beratungen, 1700 Anmeldungen zu Fortbildungen

Das Mitgliederservice war dieses Jahr vor allem von der Datenschutzgrundverordnung geprägt. Hier konnte die BSO nicht nur Vorgangsweisen und Rechtsmeinungen für die Sportspezifika entwickeln, sondern auch Vorlagen und Leitfäden erstellen und ihre Mitglieder somit in der Umsetzung unterstützen. Ein Großteil der über 8.000 persönlichen Beratungsleistungen (!) in der BSO-Geschäftsstelle gehen auf das Konto der Datenschutzgrundverordnung. Mehr als 70 Verbände wurden hier individuell betreut. Nicht minder beachtlich ist die weiterhin steigende Zahl der BSO-Fortbildungsangebote. 66 Veranstaltungen in ganz Österreich und 1.700 Anmeldungen konnten 2018 verbucht werden. In Sachen Interessenvertretung standen 2018 die ehrenamtliche und hauptamtliche Vertretung des Sports in 250 Sitzungen sportrelevanter Institutionen, Arbeitsgruppen und Initiativen auf österreichischer und europäischer Ebene auf dem BSO-Programm. BSO-Geschäftsführer Mag. Rainer Rößlhuber:

„All diese Aufgaben haben wir mit unserem Team aus einem ehrenamtlichen Präsidium und nur zwölf angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut bewältigen können."

(red)

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