Startschuss zur Rallye Dakar: Die Wüstenhatz über Perus Dünen

Mit Startnummer eins nimmt Motorradpilot Matthias Walkner heute die Mission Titelverteidigung bei der Rallye Dakar in Angriff.

Matthias Walkner fühlt sich gewappnet.
Matthias Walkner fühlt sich gewappnet.
Matthias Walkner fühlt sich gewappnet. – (c) APA/AFP/FRANCK FIFE (FRANCK FIFE)

Die 41. Auflage des Offroad-Klassikers wird erstmals nur in Peru, zudem mehr als zwei Drittel der 5000 Kilometer in zehn Etappen auf Sand gefahren. Der Salzburger trainierte dafür eigens in Dubai. „Auf Sand muss die Risikobereitschaft groß sein, um ganz vorne mitzumischen. Es wird mit Sicherheit eine extrem harte und verrückte Dakar“, erklärte der 32-Jährige, der seine KTM 450 Rally härter abgestimmt hat, um den Schwerpunkt nach hinten zu verlagern. „Es können zehn Fahrer gewinnen und man braucht immer auch das Quäntchen Glück.“

Während Österreichs Motorsportler des Jahres in der Motorradklasse auch bei der zehnten Südamerika-Auflage der in Afrika groß gewordenen Rallye zum engsten Favoritenkreis zählt, ist bei den Autos der Reigen der Titelanwärter enorm. Mit Titelverteidiger Carlos Sainz (2010, 2018), Nani Roma (2014), Nasser al-Attiyah (2015), Giniel de Villiers (2009) sowie den Dakar-Giganten Stéphane Peterhansel (sechs Siege am Motorrad, sieben mit dem Auto) und dem fünfmaligen Motorrad-Sieger Cyril Despres stehen jede Menge Routiniers in Perus Hauptstadt Lima am Start. Der neunfache Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb unternimmt seinen vierten Anlauf auf den ersten Sieg. „Der Schlüssel auf dieser Art des Untergrundes ist es, nicht im Sand stecken zu bleiben“, meinte der Franzose, der im Vorjahr auf Rang zwei liegend aufgeben musste.

Insgesamt haben sich 534 Teilnehmer mit 334 Fahrzeugen zur diesjährigen Rallye Dakar angemeldet. 9000 Sicherheitskräfte sollen einen reibungslosen Ablauf gewährleisten, zudem sind gut 120 Archäologen und Experten mit 400 ausgebildeten Hilfskräften im Einsatz, um Beschädigungen an den 17 archäologischen Stätten entlang der Strecke vorzubeugen. Es soll eine „kulturell nachhaltige“ Wüstenhatz werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.01.2019)

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