Formel 1: Hamilton startet in Abu Dhabi aus Pole Position

Weltmeister Lewis Hamilton geht beim Saisonfinale vor Mercedes-Teamkollegne Valtteri Bottas und Ferrari-Pilot Sebastian Vettel ins Rennen.

Lewis Hamilton lässt sich feiern
Lewis Hamilton lässt sich feiern
Lewis Hamilton lässt sich feiern – APA/AFP/GIUSEPPE CACACE

Weltmeister Lewis Hamilton hat im Qualifying für das letzte Saisonrennen der Formel-1-WM noch einmal seine Vormachtstellung unterstrichen. Der 33-jährige Brite holte sich am Samstag mit einem neuen Rundenrekord auf dem Yas Marina Circuit vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas die Pole Position. Bereits zum fünften Mal in Serie besetzt Mercedes die erste Startreihe in Abu Dhabi exklusiv.

Die Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen landeten auf den Rängen drei und vier. Red Bull musste sich durch Daniel Ricciardo und Max Verstappen mit Plätzen in Reihe drei begnügen, darf sich ob starker Longrun-Zeiten in den freien Trainings am Sonntag (14.10 Uhr/live ORF eins) aber Hoffnungen auf einen Podestplatz machen.

Der große Favorit freilich heißt Hamilton. Der Engländer fuhr zum 83. Mal in seiner Karriere auf die erste Startposition. In elf von 21 Saisonrennen holte er die Pole Position. "Es ist sehr emotional für mich. Es war das letzte Qualifying mit diesem Auto, mit dem ich eine emotionale Verbindung habe", schilderte Hamilton. "Rauszufahren und so eine Leistung hinzulegen, ist ein spezielles Gefühl."

Dabei war der entscheidende dritte Quali-Abschnitt nicht einmal perfekt. Am Ende stand aber mit 1:34,794 Minuten die schnellste jemals auf dem Kurs gefahrene Runde - 0,162 Sekunden vor Vorjahressieger Bottas und 0,331 vor Vizeweltmeister Vettel. Hamilton ist auf seinen elften Saisonsieg aus. Dazu wird noch der dritte WM-Rang ausgefahren, den derzeit Räikkönen einnimmt - 14 Punkte vor Bottas und 17 vor Verstappen.

Wolff: "Die Strecke liegt uns"

Mercedes, in dieser Saison zum fünften Mal in Serie Fahrer- und Konstrukteurs-Weltmeister, hat nach der fünften Abu-Dhabi-Doppelpole in Folge gute Karten. "Fünf ist eine gute Zahl für uns", sagte Teamchef Toto Wolff im ORF-Interview. "Die Strecke liegt uns. Jetzt ist einfach der Druck weg, es macht einfach Spaß." Es war der insgesamt 57. Qualifying-Doppelsieg für Mercedes. Nur drei Teams haben in der F1-Geschichte mehr auf dem Konto: McLaren und Williams je 62, Ferrari 61.

In Abu Dhabi hat Ferrari in neun Grand-Prix-Auflagen noch kein einziges Auto in die erste Startreihe gebracht. Auch ein Sieg in der unmittelbaren Nachbarschaft des hauseigenen Vergnügungsparks fehlt den Roten noch. Das Überholen ist auf Yas Island traditionell schwierig, Vettel hofft dennoch auf ein spannendes Rennen: "Ich werde die beiden Silberpfeile herausfordern. Wir werden alles versuchen."

Ein X-Faktor könnte Red Bull werden. Der österreichisch-englische Rennstall hatte durch Verstappen schon zuletzt in Brasilien nach dem Sieg gegriffen. Der Niederländer muss als Sechster im Gegensatz zu seinen Konkurrenten vor ihm aber mit dem weniger haltbaren Hypersoft-Reifen starten, weil er diesen bei seiner schnellsten Runde im zweiten Quali-Abschnitt verwendet hatte. Ricciardo nimmt sein Abschiedsrennen von Red Bull - der Australier wechselt mit Saisonende zu Renault - als Fünfter in Angriff, obwohl ihm im Abschlusstraining eine defekte Wasserleitung zu schaffen machte.

Fernando Alonso landete im letzten Zeittraining seiner Formel-1-Karriere auf Rang 15. Der Spanier war damit auch im 21. Qualifying der Saison schneller als sein McLaren-Teamkollege Stoffel Vandoorne (18.). Ein derartiger Zu-Null-Sieg im Saison-Stallduell war Alonso bereits 2008 bei Renault gegen Nelson Piquet jun. gelungen. "Ich habe es genossen", sagte der 37-Jährige, der sich nach 18 Jahren, zwei WM-Titeln und über 300 Grand Prix aus der Königsklasse verabschiedet.

(APA)

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