Das "Austria House" von Pyeongchang

Auch bei den Winterspielen 2018 in Südkorea präsentiert sich Österreich mit einem "Austria House" als führender Wirtschafts- und Tourismus-Standort. Auf rund 5000 Quadratmetern wurde für 2,5 Millionen Euro ein "Hotspot" erreichtet.

OLYMPICS - 2018 Winter Olympics, preview
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Auch bei den Winterspielen 2018 in Südkorea präsentiert sich Österreich mit einem "Austria House" als führender Wirtschafts- und Tourismus-Standort. Auf rund 5.000 Quadratmetern wurde im Herzen Olympias ein beeindruckender Komplex errichtet, in dem man in den kommenden Wochen an die 25.000 Gäste erwartet. Die offizielle Eröffnung erfolgt Donnerstagabend.

Vor über drei Jahren hatte das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) mit der Suche nach einem idealen Standort für das Projekt begonnen. "Letztlich haben wir diesen Krautacker gefunden", erinnert sich ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel an die Anfänge. Die Herausforderung war enorm, musste doch das Areal, auf dem auch die Schleifmaschinen-Container des ÖSV sowie temporäre Wohn-Unterkünfte stehen, mit der kompletten Infrastruktur versorgt werden.

Austria House: Party, Drinks und Medaillen

Eine Karaoke-Box!

Mit einem Budget von rund 2,5 Mio. Euro - Mennel: "Ohne Sportmittel, nur Sponsorengelder und touristische Unterstützungen" - kam ein mächtiges und dennoch gemütliches Gebäude heraus, in dessen 1.200 Quadratmeter großem Innenbereich einerseits geladene Gäste von Top-Unternehmen bewirtet werden. "Von 17 Abenden sind 11 bereits ausgebucht", berichtete Mennel. Im öffentlichen Bereich warten nicht nur kulinarische Schmankerln aus Österreich, sondern auch Unterhaltung wie eine Karaoke-Box.

"Wir wollen dort Jedermann mit Österreich in Verbindung bringen. Aber wir haben auch den Athleten im Mittelpunkt, damit er hier Heimweh abstreifen und sich mit österreichischer Küche verköstigen kann", erklärte Mennel. Besonders beliebt sind frische Backwaren, vieles davon geht auch ins Athleten-Village. Auch einige andere Nationen planen im Austria House ihre Medaillenfeiern.

350 Fässer Bier, 4000 Flaschen Wein

Um so viele Menschen zu versorgen, wurden eindrucksvolle Mengen an Kulinarias importiert. So etwa 1,5 Tonnen Schinken und Speck, 2 Tonnen Käse, 350 Fässer Bier, 4.000 Flaschen Wein oder 3.000 Liter Glühwein für den öffentlichen Bereich.

Das Austria House liegt an einer Straßenkreuzung etwas außerhalb von Alpensia. "Alle Zuschauer, die zum Rodeln, Biathlon, Skispringen oder Alpin fahren, müssen am Österreichhaus vorbei und werden so schon bei der Anreise konfrontiert", sagte Mennel.

Zusätzliche Flyer und Plakate werben dafür, dass das Austria House auch einen öffentlichen Zutritt hat. "Wir sind überzeugt, dass wir viele Gäste ins Haus bringen und hoffen, dass wir die 25.000 von Sotschi übertrumpfen können", sagte Florian Gosch. Der Ex-Volleyballer ist Marketing-Leiter des ÖOC und in Pyeongchang auch Chef des Ö-Hauses. Obwohl es während der Spiele vom nächsten Bus-Stopp nur 900 Meter zum Österreichhaus sind, will das ÖOC nachbessern. Mennel: "Wir sprechen gerade mit den zuständigen Stellen, um vor dem Haus eine Bus-Haltestelle zu bekommen."

In Sotschi gaben sich vor vier Jahren insgesamt 66 Medaillengewinner die Ehre im Österreichhaus. "Das Olympic Village ist nur fünf Minuten entfernt. Ich rechne schon, dass auch diesmal viele Sieger hierherkommen, um zu feiern", hofft Mennel. Auch Prominenz hat sich angesagt. Zur Eröffnung kommen von der Sportseite u.a. Franz Klammer oder Benjamin Raich. Während der Spiele haben sich der ehemalige UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon sowie Ex-Bundespräsident Heinz Fischer und Vizekanzler und Sportminister Heinz-Christian Strache angesagt.

Für die Unterhaltung sorgte der in Rio de Janeiro schon bewährte DJ Markus Jäger plus eine Musikgruppe aus Tirol. Ebenfalls im Ö-Haus untergebracht ist das ORF-Studio.

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