Österreichische Doppel-Festspiele bei den French Open

Der Siegeszug von Oliver Marach und Mate Pavic bei den French Open in Paris hat eine Fortsetzung gefunden. Auch Alex Peya steht mit Nikola Mektic iim Halbfinale.

TENNIS - ATP, French Open 2018
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Das gut einstündige Training mit Superstar Novak Djokovic am Vortag hat sich für Oliver Marach ausgezahlt. Mit seinem kroatischen Partner Mate Pavic setzte er den aktuellen Lauf auch im Viertelfinale der French Open fort. Das als Nummer zwei gesetzte Duo besiegte am Dienstag die kolumbianische Paarung Juan Sebastian Cabal/Robert Farah (5) nach 2:12 Stunden mit 3:6,6:4,6:3.

Marach qualifizierte sich damit erstmals in seiner Karriere nach zwei Viertelfinali für das Halbfinale in Roland Garros. In diesem treffen Marach/Pavic nun auf die als Nummer 12 gesetzten Spanier Feliciano und Marc Lopez. Schon jetzt haben die Australian-Open-Sieger 2018 und Wimbledon-Finalisten 2017 wieder gesamt 139.000 Euro sicher.

"Es war es eine unglaublich kämpferische Leistung. Die haben sehr konstant angefangen, und wir haben ein bisserl Zeit gebraucht heute. Wir sind spät gestartet, dann war halt der erste Satz futsch", rekapitulierte der Steirer. "Man hat gesehen, unsere Returns sind mehr gekommen, und es war eine Frage der Zeit, bis wir sie breaken. Wir waren ab Hälfte zweiter Satz das bessere Team."

Marach hatte länger nach dem Matchball noch einen Ball aus dem Stadion geschossen und seinen Emotionen mit einem lauten Schrei freien Lauf gelassen. "Es ging um das Semifinale und auch ein bisschen um die Position eins, weil die zuletzt sehr gut gespielt haben", erklärte er und fügte hinzu: "Was uns heuer auszeichnet, dass wir bis zum letzten Punkt dranbleiben und es schaffen, auch Partien zu drehen. Wir können sehr variabel spielen, da haben wir echt ein super System."

Das Training mit Djokovic hat dem 37-jährigen Weltranglisten-Zweiten freilich sehr inspiriert. "Das war richtig geil. Wenn ich nicht rechts, links laufen muss, kann ich von den Schlägen her sehr gut mithalten, da habe ich ihn schon ein bisserl gefordert." Es sei eine schöne Abwechslung gewesen, zu solch prominenten Trainingspartnern kommt Marach eher selten.

Die Gegner auf dem Weg ins Endspiel sind nun Lopez/Lopez, die Marach als gefährlich einstuft. "Die haben Paris vor zwei Jahren gewonnen. Wir spielen normalerweise gerne gegen die zwei, aber die werden nicht schlecht spielen. Wir müssen so eine Performance abliefern wie heute in den Sätzen zwei und drei."

Nun ist selbst ein Finale zwischen Marach und Peya (7:6, 6:2-Sieg mit Mektic gegen Bopanna/Roger-Vasselin) ist möglich. "Alles ist möglich. Peya/Mektic gehören heuer sicher zu den besten vier Teams."

(APA)

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