Innsbruck veranstaltet Winter-Weltjugendspiele 2012

Die Tiroler Landeshauptstadt setzte sich gegen den finnischen Bewerber Kuopio durch. Die Weltjugendspiele gehen auf eine Idee von IOC-Präsident Jaques Rogge zurück.

IOC-Präsident Jaques Rogge.
IOC-Präsident Jaques Rogge.
(c) EPA (LAURENT GILLIERON)

Innsbruck wird die ersten Winter-Weltjugendspiele im Jahr 2012 austragen. Freitag gab IOC-Präsident Jaques Rogge in Lausanne bekannt, dass sich die Tiroler Landeshauptstadt gegen den finnischen Mitbewerber Kuopio durchgesetzt hat. Zu dem Event werden rund 1000 Athleten im Alter von 14 bis 18 Jahren aus über 70 Nationen erwartet. Die Wettbewerbe werden vom 13. bis 22. Jänner in Innsbruck und in der Olympiaregion Seefeld ausgetragen.

Dabei werden in allen olympischen Wintersportarten Medaillen vergeben. Neben dem sportlichen Wettkampf soll zudem ein speziell auf die jugendliche Zielgruppe abgestimmtes Kultur- und Bildungsprogramm geboten werden. Geplant sind zum Beispiel interaktive Workshops. Die Weltjugendspiele gehen auf eine Idee von IOC-Präsident Jaques Rogge zurück und werden zum ersten Mal im Sommer 2010 in Singapur ausgetragen. Durch die Spiele soll das schwindende Interesse der Jugendlichen am olympischen Sport bekämpft werden.

Ab Februar hatte man in Innsbruck an der Bewerbung gearbeitet. Ursprünglich hatte es mit Harbin in China, Lillehammer (Norwegen) und Kuopio (Finnland) drei Konkurrenten für die Winter Youth Olympic Games (WYOG) gegeben. In die finale Runde waren Kuopio und eben die Tiroler Landeshauptstadt vorgedrungen.

Die Tiroler Landeshauptstadt hat vor allem mit den Erfahrungen aus den Olympischen Winterspielen 1964 und 1976 sowie mit den bereits vorhandenen Austragungsstätten punkten können. Die IOC-Mitglieder hatten ihre Stimme im Vorfeld mittels Briefwahl abgegeben. Als Kosten für die Durchführung der Olympischen Weltjugendspiele hat man in Innsbruck 15 Millionen Euro budgetiert. Neun Millionen sollen dabei von der öffentlichen Hand kommen, mit einem Drittelschlüssel zwischen Bund, Land und Stadt. In diesen Kosten inkludiert sind aber auch schon die reinen Bewerbungskosten.

Mit großer Spannung wurde die Entscheidung des IOC-Komitees bei den Anwesenden der Liveübertragung im Landesstudio des ORF-Tirol mitverfolgt. Unter den Mitfiebernden waren viele ehemalige Olympiagewinner zu finden. An vorderster Front der Jubelnden war unter anderem Leo Wallner, ÖOC-Präsident und Mitglied des IOC, zu finden. Wallner zeigte sich von der Entscheidung nicht überrascht und meinte, dass das IOC einen "starken, erfahrenen Partner" gesucht habe und diesen in der Tiroler Landeshauptstadt auch gefunden habe. "Die Weltjugendspiele stellen eine einmalige Gelegenheit dar, mit jungen Persönlichkeiten die olympischen Werte wie Fairness, Teamgeist und Völkerverständigung zu teilen und zu praktizieren", betonte Wallner.

Tirols Sportreferent LH-Stv. Hannes Gschwentner (S) sei von Anbeginn "überzeugt" gewesen, dass vor allem der Fokus auf das innovative Jugendkonzept und die bereits bestehenden Sportstrukturen den Ausschlag zur Entscheidung pro Innsbruck gegeben haben. 

(APA)

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