Ski: Cuche mit gebrochener Rippe Schnellster

Im zweiten Gröden-Training fuhr der Schweizer Didier Cuche Bestzeit. Bei den Damen dominierte Lindsey Vonn das Training für die Abfahrt vor einem rot-weiß-roten Quartett.

Didier Cuche
Didier Cuche
(c) EPA (CLAUDIO ONORATI)

Didier Cuche hat am Donnerstag im zweiten und letzten Training für die Abfahrt der Herren in Gröden die Bestzeit markiert. Trotz gebrochener Rippe war der Schweizer auf der Saslong in 1:59,22 Minuten am schnellsten, dahinter folgten der Italiener Werner Heel (+0,11 Sekunden) und der norwegische Gesamtweltcupsieger Aksel Lund Svindal (0,12). Der Salzburger Michael Walchhofer, der am Vortag Trainingsschnellster war, landete als bester Österreicher auf Rang vier (0,31).

Das verlängerte Rennwochenende in Gröden geginnt am Freitag jedoch mit einem Super G. Raich geht als Führender im Gesamtweltcup ins Rennen. "Wenn man im Weltcup führt, dann kann das kein schlechtes Zeichen sein. So etwas nimmt man gerne mit. Aber abgerechnet wird am Schluss", meinte der Tiroler.

Walchhofer kam als Sieger des jüngsten Super G in Val d'Isere nach Gröden, zudem hat er dort bereits drei Siege (Abfahrt 2007 und 2008, Super G 2004) gefeiert. "Nach dem Super G von Val d'Isere habe ich mir gedacht: Was soll jetzt noch für ein Speedrennen kommen, das ich nicht gewinnen kann? Das ist natürlich fürs Selbstvertrauen ein Hammer. Aber man darf auch nicht glauben, dass es von alleine geht", meinte der Salzburger über die Ausgangslage. Seine Favoriten für Freitag heißen Raich und Cuche.

Stephan Görgl wird sich nur eine Woche nach seiner zweieinhalbstündigen Hand-Operation an den Super-G-Start wagen - mit elf Schrauben und zwei Platten im Mittelhandknochen, einer Spezialschiene und einem zusätzlichen Spezialschutz. Görgl hat am Mittwoch auf dem Patscherkofel einen letzten Härtetest absolviert und erhielt danach von seinem Operateur Markus Gabl grünes Licht.

"Die Hand schmerzt, aber es geht", erklärte Görgl und merkte angesichts des Metalls in seiner Hand scherzhaft an: "Ich habe mehr Schrauben in meinem Mittelhandknochen als in der Bindungsplatte."

Ebenfalls mit Schmerzen ist Bode Miller unterwegs, "Es tut weh, aber es ist auszuhalten", meinte der US-Amerikaner nach den Abfahrtstrainings. Nach Form und Selbstvertrauen suchen im ÖSV-Team derzeit noch Klaus Kröll und Mario Scheiber, sie rechnen sich für Freitag nur Außenseiterchancen aus.

(Ag.)

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