Snowboarderin Gasser krönt Comeback mit dem Sieg

Anna Gasser triumphierte beim Big Air der X-Games in Norwegen überlegen. Die Sinnhaftigkeit des Hallenbewerbs ist zu diskutieren.

Anna Gasser
Anna Gasser
Anna Gasser – REUTERS

Anna Gasser hat am Samstag den Big Air im Rahmen der X-Games Norway in einer Halle in Fornebu in der Nähe von Oslo für sich entschieden. Die Olympiasiegerin triumphierte mit dem Gesamtscore von 86,99 Punkten vor der Japanerin Kokomo Murase (77,66) und der US-Amerikanerin Julia Marino (74,66). Hinter der Kanadierin Laurie Blouin (71,00) landete die zweifache Slopestyle-Olympiasiegerin Jamie Anderson (USA/66,33) an der fünften Stelle.               

Obwohl in der Multifunktionshalle "Telenor Arena" extra Dachteile ausgebaut wurden, um einen entsprechenden Anlauf für den Kicker errichten zu können, hatten die Boarderinnen mit dem Speed Probleme. Hinzu kam noch, dass auf den ersten Metern des Anlaufs der Schnee gegenüber dem Training am Freitag komplett weggeschmolzen war und die Athletinnen deshalb am Beginn des Inruns auf Matten fahren mussten. Doch all das steckte Gasser, die ihren ersten Wettkampf seit vergangenem Jänner in Laax (SUI) bestritt, wo sie sich einen Haarriss im rechten Innenknöchel sowie eine Knochenprellung am Sprungbein zugezogen hatte, dank ihrer Routine weg.   

Im Contest stellte die Kärntnerin einen "Cab Double Underflip 900" und einen "Frontside Double Underflip 900" jeweils gekonnt hin, obwohl es aufgrund des aufgeweichten Schnee alles andere als einfach war, sauber zu landen. "Es war sehr speziell, hier zu fahren. Der Anlaufspeed war an der unteren Grenze und der Kicker auch nicht besonders groß. Aber ich habe mich einfach in den Contest hineingekämpft und die Sprünge gezeigt, die hier möglich waren. Es ist natürlich cool, nach der langen Verletzungspause gleich mit einem Sieg zurückzukommen", sagte Gasser.    

Bemerkenswert war auch, dass die Millstätterin im Training vor dem Wettkampf von ihren beiden Bewerbssprüngen nur den "Cab Double Underflip 900" probierte – und auch diesen nur einmal. "Klar war ein gewisses Risiko dabei, den Frontside ohne Training zu springen. Aber ich hatte ein gutes Gefühl, und das hat mich zum Glück nicht getäuscht", ergänzte Gasser, die nun bei insgesamt fünf X-Games-Medaillen (3x Gold, 1x Silber, 1x Bronze) hält.    

(red)

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