Google Street View ab sofort für Wien, Graz und Linz verfügbar

Google hat 3000 Kilometer Straße in Wien, Graz und Linz abfotografiert. Die weiteren Landeshauptstädte sollen bald folgen. Damit wird "der weiße Fleck" Österreich geschlossen.

Ein Google-Fahrzeug in Wien
Ein Google-Fahrzeug in Wien
Ein Google-Fahrzeug in Wien – APA/HELMUT FOHRINGER

Google Street View ist seit Donnerstag in Österreich verfügbar. Es ist damit das 87. Land weltweit, in dem Städte virtuell besucht werden können. Wien, Graz und Linz machen den Anfang. Weitere Städte werden ab morgen, Freitag, von Google-Autos fotografiert. Bisher wurden in Österreich Aufnahmen von mehr als 3.000 Kilometern öffentlicher Straßen gemacht, hieß es bei einer Pressekonferenz in Wien.

Damit wurde nun "der weiße Fleck" Österreich auf der Landkarte geschlossen, sagte Dirk Friedrich, Program Manager für Google Street View im DACH-Raum. Von Juli bis Oktober 2017 war ein Street View Auto in Österreich unterwegs und machte die Aufnahmen in Graz, Wien und Linz. Außerdem wurde in diesen und weiteren Städten - Salzburg, Innsbruck, Wels, St. Pölten und Eisenstadt - Aufnahmen via Trekker - einem tragbaren Kamera-Rucksack - gemacht. Zur Anwendung kommt dieser beispielsweise in Fußgängerzonen oder in Museen.

"Auf Street View sieht man das, was man sehen würde, wenn man die Straße entlang geht", betonte Google Österreich-Pressesprecher Wolfgang Fasching-Kapfenberger bei der Präsentation. Gesichter und Nummernschilder werden automatisch unkenntlich gemacht. Dass dies "sehr gut" funktioniert, zeige etwa das Beispiel von Löwen-Statuen, deren Gesichter ebenso automatisch geblurrt - also verpixelt - werden. Zusätzlich können Nutzer weitere Unkenntlichmachungen - zum Beispiel für ihr Haus oder ihr Auto - anfordern, indem sie das "Ein Problem melden"-Tool (der Link dazu befindet sich rechts unten auf der Webseite von Google Maps) verwenden. Wird die selbe Strecke von Google nochmals abgefahren und fotografiert, bleiben unkenntlich gemachte Gebäude weiterhin verpixelt, "das wird übernommen" und muss nicht erneut gemeldet werden, betonte Friedrich.

Neun Google-Fahrzeuge auf den heimischen Straßen unterwegs

Erfolgten die Aufnahmen im Vorjahr mit einem Auto, so sind ab morgen gleich neun Google-Fahrzeuge auf den heimischen Straßen unterwegs. Klagenfurt, Villach, Bregenz, Feldkirch und Dornbirn stehen auf dem Programm, auch in den drei bereits abfotografierten Städten können weitere Aufnahmen gemacht werden. Rund 20.000 Kilometer sollen hinzukommen. "Je nach Witterung wird bis Ende September gefahren", sagte Fasching-Kapfenberger. Die Veröffentlichung der neuen 360-Grad-Fotos ist für 2019 geplant.

Die Autos sind mit neueren und deutlich besseren Kameras ausgestattet. Dadurch sollen die Farbqualität gesteigert und Fehler in der Zusammensetzung der Einzelfotos - also beim sogenannten "stitching" - minimiert werden. Die Entwicklung der neuen Kamera mit sieben Linsen wurde von einem früheren NASA-Ingenieur geleitet, betonte Friedrich. Weltweit wurden bereits 80 Milliarden Fotos von über 15 Millionen Kilometer Straße für Street View angefertigt.

Google Austria veröffentlichte am Donnerstag auch eine Special Collection vom MuseumsQuartier Wien (MQ). Rund ein Kilometer war ein Mitarbeiter im Vorjahr im MQ zu Fuß mit dem Trekker unterwegs. Weitere Special Collects, die in Österreich verfügbar sind, sind etwa die Formel 1-Rennstrecke in Spielberg oder ein Spaziergang durch das Kunsthistorische Museum Wien (KHM) im Rahmen der Google Arts & Culture. 18 kulturelle Einrichtungen - darunter auch das Burgtheater oder die Staatsoper - können bereits virtuell besucht werden. Auch die Tiroler Skipisten in Ischgl und Sölden sind via Google Street View abrufbar, ebenso mehrere Fußballstadien.

(APA)

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