Auswirkungen von Hurrikan "Florence" mit Mixed-Reality visualisiert

US-Wettersender arbeitet mit Mixed-Reality um Auswirkungen "hautnah" zu demonstrieren. Dabei setzt der Sender auf Unreal Engine, die auch im Spiel Fortnite zum Einsatz kommt.

(c) TWC

Der Hurrikan "Florence" hat die Ostküste in den USA erreicht und Sturm, Regenfälle und Überschwemmungen gebracht. Auch wenn sich der Wirbelsturm am Donnerstag abgeschwächt hat, wird mit massiven Überflutungen gerechnet. Der Weather Channel in den USA hat seinen Wetterbericht mit eindrucksvollen Visualisierungen angereichert und sich dabei neuer Technologien bedient.

Unter Einsatz von Mixed Reality scheint es als würde der Moderator mitten in einer Überflutung stehen. Dabei wird eindrücklich gezeigt, welche Auswirkungen ein Wasserstand von knapp sechs Fuß, umgerechnet 1,8 Meter haben würde. "Schon bei Kniehöhe hat das Wasser so eine Wucht, dass es mich umreißen könnte und Autos wegschwemmen", erklärt die Moderatorin zu Beginn der Sendung. Die Bilder würden viel eindrücklicher zeigen, worauf sich die Menschen einstellen müssen; viel besser als in Zahlen und Grafiken.

Die Meteorologen hoffen, dass sie dadurch die Bewohner dazu bewegen können, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Der Wetterkanal wäre vor einem Monat noch nicht in der Lage gewesen, einen Hurrikan auf diese Art darzustellen. Laut Aussagen des Senders wurde man erst kürzlich mit den Adaptierungen des Aufnahmestudios, dem sogenannten "Green Screen immersive Studio" in Atlanta fertig. Michael Potts, Chef des Weather Channels, kündigte schon vor 18 Monaten derartige Änderungen für das Studio an. Dafür investierte man in Unreal Engine, die auch in zahlreichen Videospielen zum Einsatz kommt; darunter auch in Fortnite.

Zusammen mit "The Future Group", die auf interaktive Mixed Reality spezialisiert ist, hat man das Studio überarbeitet, um dem Zuschauer die Auswirkungen einer Wetterkatastrophe so vermitteln zu können, als würden sie aktuell im Studio passieren.

(bagre)

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