Spotify geht bei EU–Kommission gegen Apple vor

Der Vorwurf: Apple schränke Konkurrenten ein.

Der weltgrößte Musikstreamingdienst Spotify geht gegen Apple bei der EU-Wettbewerbsbehörde vor.
Der weltgrößte Musikstreamingdienst Spotify geht gegen Apple bei der EU-Wettbewerbsbehörde vor.
Der weltgrößte Musikstreamingdienst Spotify geht gegen Apple bei der EU-Wettbewerbsbehörde vor. – APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE

Stockholm/Cupertino. Der weltgrößte Musikstreamingdienst Spotify geht gegen Apple bei der EU-Wettbewerbsbehörde vor. Das schwedische Unternehmen reichte am Mittwoch eine Beschwerde in Brüssel ein und warf darin dem iPhone-Hersteller missbräuchliches Verhalten mit seinem App Store vor. Der US-Konzern schränke die Möglichkeiten von Konkurrenten des Dienstes Apple Music und der Kunden darin auf unfaire Weise ein. Der Hauptvorwurf ist, dass Spotify 2014 dazu gedrängt worden sei, Apples Bezahlsystem für In-App-Käufe zu nutzen. Die Gebühr dafür habe dazu geführt, dass Spotify den Monatspreis für den Premiumdienst von 9,99 auf 12,99 Euro habe erhöhen müssen, gerade als 2015 Apple Music zu einem Preis von 9,99 Euro an den Start gegangen sei.

 

Werbungen behindert

Mit dem Stopp der Nutzung des Apple-Kaufsystems habe Spotify weitere Nachteile wie Einschränkungen für Kunden bei den Möglichkeiten für ein Upgrade auf das kostenpflichtige Paket erlitten, so das Unternehmen. Zudem würden durch die App-Store-Regeln unter anderem Weiterleitungen zu Werbeaktionen behindert, die für das Geschäft von Spotify unerlässlich seien. Solche Einschränkungen gebe es beim konkurrierenden Handy-Betriebssystem Android von Google nicht.

In Apples App Store – und auch auf anderen Download-Plattformen wie Googles Play Store für Android-Geräte – ist es üblich, dass App-Anbieter 70 Prozent der Erlöse bekommen, während 30 Prozent beim Betreiber bleiben. Das gilt auch für Käufe innerhalb von Apps. Bei Abo-Erlösen senkt Apple die Abgabe vom zweiten Jahr an auf 15 Prozent. Streaming-Anbieter sind schon lange unzufrieden, weil sie einen Teil der Abo-Erlöse an Apple abgeben müssen. (APA/dpa/Reuters)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.03.2019)

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