"Sicherheitsbedenken": Google verzichtet auf Windows

Nach der Hacker-Attacke auf Google China lässt der Konzern das Microsoft-System zunehmend aus seinem Unternehmen verschwinden. Mitarbeiter sollen laut einem Bericht nur noch Mac OS oder Linux einsetzen.

CHINA GOOGLE
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(c) EPA (How Hwee Young)

Google will sich nicht mehr mit Windows-Sicherheitslücken herumschlagen. Laut einem Bericht der Financial Times bietet der Webkonzern neuen Mitarbeitern als Auswahl lediglich Linux und Mac OS als Betriebssystem an. "Wir nutzen Windows nicht mehr", erklärte ein Google-Mitarbeiter. Grund seien Sicherheitsbedenken, vor allem im Hinblick auf den schwerwiegenden Hacker-Angriff auf Google-Systeme in China, der zu Jahresbeginn für Aufregung gesorgt hatte.

Windows nur mit Sondergenehmigung

Wer dennoch mit Windows arbeiten möchte, benötigt eine Sondergenehmigung von hochrangigen Mitarbeitern, erklärte ein anderer Google-Angestellter. Oft geschehe der Wechsel aber freiwillig: "Seit dem Schock mit China nutzen eine Menge Leute hier Macs aus Sicherheitsgründen." Langfristig soll aber das von Google selbst entwickelte Betriebssystem Chrome OS, das derzeit noch entwickelt wird, eingesetzt werden.

Lohnendes Ziel für Hacker

Microsofts Windows-Betriebssystems sind für ihre vielen Sicherheitslücken geradezu berüchtigt. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Windows in seinen verschiedenen Ausprägungen auf mehr als 80 Prozent der Computer weltweit vertreten ist. Insofern ist es natürlich das lohnendere Ziel im Vergleich zu Macs oder den noch weniger verbreiteten Linux-Systemen.

(Red.)

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