Piratenpartei kündigt Demo gegen Netzsperren in Wien an

Am Freitag wollen Netzaktivisten gegen die kürzlich gerichtlich erwirkten Websperren demonstrieren - vor dem Verein für Anti-Piraterie, der auch gerichtlich gegen die Anbieter vorgegangen ist.

Kämpfen gegen die Sperre: movie4k.to
Kämpfen gegen die Sperre: movie4k.to
Kämpfen gegen die Sperre: movie4k.to – (c) Screenshot: DiePresse.com

Anbieter von illegalen Inhalten wie Filmen und Serien haben es derzeit schwer, denn seit Beginn dieses Monats müssen Internet-Serviceprovider per gerichtlicher Anordnung derartige Webseiten sperren lassen. Dagegen wollen Netzaktivisten vor der Zentrale des Vereins für Anti-Piraterie (VAP) am Freitag in Wien demonstrieren. Also genau vor dem Verein, der sich für die Websperren vor Gericht eingesetzt hat.

Nutzer solcher Angebote, die Kunden von A1, 3, Tele2 oder UPC sind, müssen in der Zwischenzeit auf der Suche nach derartigen Anbietern kreativer vorgehen.

Bislang nur vier große Provider betroffen

Vorerst haben nur die vier genannten Internet-Serviceprovider eine entsprechende einstweilige Verfügung erhalten und die nur für zwei Seiten – neben kinox.to auch movie4k.to. Es werden aber nicht die letzten Internetanbieter gewesen sein und vor allem nicht die einzigen Webseiten. „Bei dem wird es nicht bleiben. Es gibt ja nicht nur zwei, drei Seiten mit illegalen Inhalten“, erklärt Werner Müller, Geschäftsführer des Vereins für Anti-Piraterie (VAP), der vor Gericht die Sperren eingeklagt hatte.

Dass die zwei Seiten mit dem kostenlosen Streamingangebot hunderter Filme gegen das Urheberrecht verstoßen, ist unumstritten. Bisher haben die Internet-Serviceprovider aber jede Verantwortung dafür abgelehnt und darauf verwiesen, dass sie nur den Zugang zum Internet anbieten und nicht für Inhalte verantwortlich gemacht werden können.

Kinox.to zeigt sich kämpferisch

Ebenso argumentieren auch die Betreiber von kinox.to, welche zur Zeit wieder unter kinox.tv erreichbar sind. Auf der Internetseite zeigt man sich kämpferisch und teilt seinen Nutzern mit, dass mittlerweile über 30 Ersatz-Domains registriert wurden, um auf weitere Sperren umgehend reagieren zu können.

Die Piratenpartei beziehungsweise Netzaktivisten sehen in den Netzsperren den drohenden Beginn einer Internetzensur.

(bg)

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