Download-Plattform YouTube-mp3.org muss Pforten schließen

Die geballte Ladung an Rechteinhabern und Verbänden haben sich auf den Besitzer der Plattform YouTube-mp3.org eingeschossen und gewonnen. Die Seite wird geschlossen.

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REUTERS

Ein neues Lied, das es nur bei kostenpflichtigen Anbietern gibt, aber man möchte es unbedingt in Dauerschleife hören? Für diese Art von Problem gab es seit jeher die Plattform "youtube-mp3.org". Doch damit ist jetzt Schluss. Nach eineinhalb Jahren Gerichtsverfahren ziehen die Musiklabels erfolgreich vom Feld.


Im September 2016 haben sich die Verbände IFPI (International Federation of the Phonographic Industry), RIAA (Recording Industry Association of America) und BPI (British Phonographic Industry) gemeinsam mit den Labels UMG Recordings, Capitol Records, Warner Bros., Sony Music, Arista Records, Atlantic Records zusammgenschlossen, um gegen den deutschen Betreiber Philip Matesanz und seine Firma PMD Technologies UG.

Das Verfahren endete in einer Einigung. Matesanz muss eine nicht bekannte Summe an die Musikindustrie leisten und darf keine MP3-Stripping-Dienste mehr anbieten. Auch die Webseite muss geschlossen werden.

Zusätzlich verpflichtet sich der Betreiber zur Unterlassung des "wissentlichen Entwerfens, Entwickelns, Anbietens oder Betreibens von Technologien oder Dienstleistungen, die üblicherweise als Streamipping bekannt sind oder eine andere Art von Urheberrechtsverletzung zuzulassen und zu erleichtern."

Der Klage zufolge soll youtube-mp3.org für 40 Prozent aller illegalen Kopien von YouTube-Videos verantwortlich sein. 60 Millionen Visits zählte die Plattform pro Monat.

Für die Rechteinhaber ist es nur ein Teilerfolg, denn es gibt noch zahlreiche Alternativen für User.

>>> Torrentfreak.

(bagre)

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