Xperia XZ Premium: Kein Smartphone für "Monks"

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Sie hassen schmutzige Oberflächen? Sie müssen dann ständig putzen? Dann lesen Sie nicht weiter, oder besorgen sich gleich Handschuhe und eine Hülle für dieses Smartphone. Denn warum auch immer, aber Sony liebt es, seine Geräte mit einer spiegelnden Oberfläche auf den Markt zu bringen. Ein Mal ist das vielleicht ein netter Gag, um aufzufallen, jetzt ist es nur noch unverständlich.

Text: Barbara Grech

(c) diepresse.com/Barbara Grech
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Seit einigen Jahren hält Sony an seiner Design-Sprache fest; mit mehr oder weniger großem Erfolg. Auch das Xperia XZ Premium unterscheidet sich äußerlich nur gering zu seinen Vorgängern. Das 7,7 Zentimeter breite Gerät liegt gut in der Hand, aber für eine Einhand-Bedienung eignet sich es eher nicht. Das hat LG mit dem G6 deutlich besser hinbekommen. Zudem ist die Oberfläche sehr rutschig, weswegen die Gefahr groß ist, dass es einem aus der Hand rutscht. Ohne Schutzhülle geht hier gar nichts.

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Schade ist, dass Sony auch nichts am Bildschirm-Gehäuse-Verhältnis geändert hat. Nach wie vor wird hier viel Platz verschwendet. Zumindest auf den ersten Blick. Wirklich positiv fällt die Display-Auflösung (3840 x 2180 Pixel) auf. Das Bild ist gestochen scharf. Wirklich bemerkbar macht sich das aber nur, bei Videos und Bildern in entsprechender Qualität. Hinzu kommt, dass nicht alle Apps die hohe Auflösung direkt unterstützen. Dafür lassen sich aber auch bei direkter Sonneneinstrahlung die Inhalte gut vom Display ablesen.

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Sony hat viele Details und Funktionen in die 19-Megapixel-Kamera verpackt. Im Vergleich zu Vorgängern hat man hier ordentlich nachgebessert, aber mit Samsungs Galaxy S8 oder dem iPhone 7 kann Sony nach wie vor nicht mithalten.

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Nach wie vor besticht Sony durch einen eigenen Kamera-Button auf der rechten Seite des Gehäuses. Und auch die einzelnen Funktionen für Masken, Augmented-Reality-Bilder oder -Videos werden in kurzen und leicht verständlichen Anleitungen erklärt.

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Die 4K-Funktionen muss man im Gegensatz zu all den anderen Kamera-Optionen ein wenig suchen. Statt sie in der Auflösung zu finden, muss man in die Einstellungen (neben Kamera und Video). Daraufhin öffnet sich eine eigene Kamera-App. Ein Direktstart ist nicht möglich.

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Leichte, verständliche Erklärungen machen den Einsatz der Funktionen in der Kamera attraktiver.

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Auch die Zeitlupen-Funktionen erlaubt so manche Spielerei. Dafür einfach die Aufnahme starten und den Button rechts vom Videoknopf drücken. Ein bisschen Übung ist aber notwendig, um den richtigen Zeitpunkt für das Einschalten des Zeitlupen-Modus zu erwischen.

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Die 19-Megapixel-Kamera liefert durchwegs gute Bilder. Auch bei schlechten Lichtbedingungen. Luft nach oben ist aber noch allemal. Die 13-Megapixel-Frontkamera wird dadurch eher obsolet. Die Hauptkamera liefert teils bessere Bilder und durch die spiegelnde Rückseite kann man immer noch kontrollieren, ob das Selfie vorteilhaft ist, oder nicht.

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Bei der Leistung muss sich Sony nicht vor der Konkurrenz verstecken. Der Snapdragon 835 ist der schnellste seiner Art zur Zeit und macht das Sony Xperia XZ Premium zu einem leistungsstarken Gerät, das ohne Verzögerungen reagiert und auch unter Hochlast nicht in die Knie geht. Dem Prozessor zur Seite stehen ein vier Gigabyte großer Arbeitsspeicher. Der 3.300-mAh-Akku hält bei intensiver Nutzer über einen Tag, versagt aber bei grafisch aufwändigen Full-HD-Spielen nach rund sechst Stunden seinen Dienst.

(c) diepresse.com/Barbara Grech
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Der große Vorteil des Sony-Geräts liegt in dem verbauten Snapdragon 835 Prozessor. Hier werden aber in den kommenden Monaten weitere Smartphones damit aufwarten können. Der Vorsprung wird also nicht lange anhalten. Mit einem Preis von durchschnittlich von 700 Euro (geizhals.at) ist das als Schminkspiegel getarnte Sony-Topmodell zwar wieder in der Oberliga angekommen, aber kann Samsung, Apple oder LG nicht das Wasser reichen.

(c) diepresse.com/Barbara Grech
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