Mayr Melnhof im ersten Quartal mit mehr Umsatz aber weniger Gewinn

Der Kartonhersteller peilt höhere Verkaufspreise an. Dennoch dürfte auch das Halbjahr dürfte unter Vorjahr zu liegen kommen.

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Kartonhersteller Mayr Melnhof – (c) Alex

Der Kartonhersteller Mayr Melnhof konnte im ersten Quartal 2017 den Umsatz um 1,5 Prozent von 576 auf 584,5 Mio. Euro steigern, der Überschuss ging allerdings um 6,3 Prozent von 39,4 auf 36,9 Mio. Euro zurück. Angesichts der starken Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2016 werden auch die Zwischenergebnisse zum ersten Halbjahr 2017 unter dem Vergleichswert des Vorjahres liegen, so der Konzern. Analysten hatten im Vorfeld mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet. Erwartet wurde ein Umsatz von 581,9 Mio. Euro und ein Periodenüberschuss von 37,4 Mio. Euro.

Im ersten Quartal hätte ein starker Anstieg der Rohstoffkosten auf das Ergebnis gedrückt, teilte Mayr Melnhof am Donnerstag mit. Eine Kartonpreiserhöhung habe erste Priorität.

Die Kapazitäten beider Divisionen konnten gut ausgelastet werden, trotz verhaltener Nachfrage und anhaltend hoher Wettbewerbsintensität. Die Packagingdivision habe eine hohe Ertragskraft verzeichnet, demgegenüber sei das Ergebnis der Kartondivision durch einen erneuten Anstieg der Altpapierpreise belastet gewesen. "Entsprechend ist die Weitergabe der gestiegenen Inputkosten über höhere Verkaufspreise nun erste Priorität, mit dem Ziel, das langfristige Ertragsniveau in beiden Segmenten fortzusetzen", so die börsennotierte Gesellschaft.

Margen weiter unter Druck

Das betriebliche Ergebnis lag mit 50,6 Mio. Euro um 8,3 Prozent bzw. 4,6 Mio. Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Einer stabilen Performance auf hohem Niveau in der Packagingdivision stand ein Rückgang in der Kartondivision gegenüber. Die Operating Margin des Konzerns ging von 9,6 auf 8,7 Prozent zurück.

"Die Weitergabe der erhöhten Rohstoffkosten in einem stabilen aber impulslosen europäischen Marktumfeld ist aktuell unsere erste Priorität", heißt es im Ausblick. Anhaltend wettbewerbsintensive Rahmenbedingungen hielten die Margen weiter unter Druck. Dem werden gezielte Maßnahmen zur Kostensenkung und Entwicklung von neuem Geschäftsvolumen entgegengesetzt. Hohes Augenmerk bleibe wie bisher auf die Expansion über Akquisitionen gerichtet. Ziel für 2017 bleibe jedoch, bestmöglich an das herausfordernde Niveau von 2016 anzuschließen.

(APA)

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