Mark Zuckerberg verliert 17 Milliarden auf einen Schlag

Der Absturz der Facebook-Aktie trifft auch den Gründer. Wenn es so weitergeht, könnte die Firma den Rekord für den größten Aktiencrash aller Zeiten knacken.

Archivbild: Mark Zuckerberg
Archivbild: Mark Zuckerberg
Archivbild: Mark Zuckerberg – APA/AFP/GERARD JULIEN

Der Absturz der Facebook Aktie um zeitweise mehr als 20 Prozent im Handel in New York fordert ein erstes, prominentes Opfer: Gründer und Chef Mark Zuckerberg muss (auf dem Papier) einen Verlust von rund 17 Milliarden Dollar einstecken. Das wirft ihn in der Bloomberg-Liste der Superreichen binnen weniger Stunden um drei Plätze zurück. Zudem ist dieser Absturz der Aktie der größte Tagesverlust seit dem Börsengang 2012.

Mit einem Gesamtvermögen von "nur" noch 70 Milliarden Dollar steht Zuckerberg aktuell auf Platz sechs dieser Liste. Facebook macht seit einem Datenskandal immer wieder negative Schlagzeilen. Am Mittwoch musste das Netzwerk dann schlechte Zahlen präsentieren, was zum Absturz der Aktie geführt hat.

Insider-Handel von Zuckerberg

Mark Zuckerberg wird die persönlichen Einbußen verkraften. Was er hier in einem Schlag verloren hat sind nicht mehr als seine Zugewinne im heurigen Jahr. Dennoch sind 17 Milliarden Dollar viel Geld. Fast 90 Prozent der von Bloomberg gelisteten Superreichen würden im Armenhaus landen, wenn sie auf einen Schlag ein derartiges Vermögen verlieren würden.

Freilich wusste Zuckerberg um den schlechten Zustand von Facebook und hat etwa im Juni Aktien im Wert von 100 Millionen Dollar abgestoßen. Derartiger Insiderhandel ist Unternehmern, die oft in Aktien bezahlt werden, nicht verboten - muss aber dokumentiert und veröffentlicht werden.

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Wie damals bei der Dotcom-Bubble

Die Facebook-Aktie hat sich am Donnerstagvormittag wieder ein bisschen erholt. Sollte der Abverkauf mit Öffnung der US-Börsen aber weitergehen, dann droht ein historisches Blutbad. Die vorbörslich gesehenen Bewegungen könnten zu einem Tagesverlust von 150 Milliarden Dollar bei der Marktkapitalisierung führen.

Derartige Verluste hat es an den US-Börsen seit dem Platzen der Dotcom-Bubble Anfang des Jahrtausends nicht mehr gegeben. An einem Septembertag im Jahr 2000 verlor etwa Intel rund 91 Milliarden an Marktkapitalisierung. (red.)

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