Sparkurs bringt Semperit in die Gewinnzone zurück

Der Gummikonzern Semperit hat im ersten Quartal 3,2 Millionen Euro verdient.

Der börsennotierte Gummiverarbeiter Semperit hat dank Sparmaßnahmen und Entspannung auf den Rohstoffmärkten im ersten Quartal 2019 wieder einen Gewinn geschrieben - im Vorjahresquartal hatte es noch einen Verlust gegeben. Der Umsatz ging hingegen leicht zurück.

Das heurige Jahr soll weitere Strukturmaßnahmen in der Medizinsparte Sempermed bringen, wo es im ersten Quartal operative Verluste gab. Im Industriebereich wird hingegen über Zukäufe nachgedacht.

Das erste Quartal brachte Semperit einen Umsatzrückgang von 3,6 Prozent auf 212,9 Millionen Euro. Das Konzernergebnis drehte von einem Verlust von 2,8 Millionen Euro in der Vorjahresperiode auf nunmehr einen Gewinn von 3,2 Millionen Euro. Der Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) stieg um 4,6 Prozent auf 16,5 Millionen Euro, die EBITDA-Marge von 7,1 auf 7,7 Prozent.

"Wir haben unsere Profitabilität nun im fünften aufeinanderfolgenden Quartal erhöht und sind mit dem Beginn des Geschäftsjahres 2019 sehr zufrieden - insbesondere im Hinblick auf den Sektor Industrie", wird Vorstandschef Martin Füllenbach in einer Aussendung des Unternehmens zitiert. Das Ziel bleibe eine EBITDA-Marge von 10 Prozent ab 2021. Das wirtschaftliche Umfeld sei von Unsicherheiten geprägt, aber die Rohstoffmärkte hätten sich im Vergleich zum Vorjahr leicht entspannt.

Investieren wird Semperit heuer weniger, schon im ersten Quartal gingen die Investitionen um ein Drittel auf 16,2 Millionen Euro zurück, überwiegend gab es Erhaltungsinvestitionen. Da Semperit über ausreichende Kapazitäten in der Produktion und im Mischbetrieb verfüge, seien 2019 nur mehr rund 40 Millionen Euro an Investitionen geplant. Die Nettoverschuldung soll weiter verringert werden.

 

(APA)

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