Detroit: Ein Stadion trotzt der Sprengung

Video Nach 42 Jahren sollte es mit dem Football-Stadion Pontiac Silverdome endgültig zu Ende gehen. Aber die Sprengmeister versagten.

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Pontiac Silverdome: Viele Explosionen, aber kein Einsturz. Offenbar gab es Probleme bei der Verkabelung. – (c) imago/ZUMA Press

Der Sonntag hätte der letzte Tag des Pontiac Silverdome nahe der US-Stadt Detroit werden sollen: Doch nun hat das 42 Jahre alte Football-Stadion noch eine Galgenfrist. Denn bei der Sprengung lief einiges schief. Laut Rick Cuppetilli, Vizepräsident der verantwortlichen Adamo Group, sind zehn Prozent der Sprengsätze nicht explodiert. Offenbar gab es Probleme bei der Verkabelung. Das Gebäude wurde beschädigt und könnte jederzeit einstürzen. 

Wird ein Stadion gesprengt, lockt das meist zahlreiche Schaulustige an, auch in Pontiac wollten Hunderte dem Silverdome die letzte Ehre erweisen. So hätte das Ganze ausgesehen, wenn die Sprengung  funktioniert hätte:

Der Silverdome war von 1975 bis 2001 die Spielstätte des NFL-American-Footballteams Detroit Lions. Aber es wurde nicht nur Football im Stadion gespielt: Während der Fußball-WM 1994 wurden dort vier Spiele ausgetragen, auch zahlreiche Konzerte und Sonderveranstalten fanden im Stadion statt. 1987 feierten rund 90.000 Gläubige dort eine Messe mit Papst Johannes Paul II.

2009 wurde der Dome an die Triple Properties Investment Group verkauft. Nach einigen Großevents wurde es wieder ruhig um das Stadion, das immer baufälliger wurde. 2015 fiel der Entschluss für die Sprengung.

(sk)

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