Luxuspension für roten Ex-Präsidenten der Nationalbank

Ex-OeNB-Präsident Adolf Wala (SPÖ) bekommt 31.915 brutto pro Monat. Alle Oppositionsparteien verlangten am Freitag, die Luxuspensionen abzuschaffen.

Adolf Wala
Adolf Wala
Adolf Wala – Clemens Fabry

Wien. Die Luxuspensionen der Nationalbank (OeNB) sorgen wieder für Aufregung. Laut „Format“ erhält Ex-OeNB-Präsident Adolf Wala mit 31.915 Euro brutto die höchste Pension. In der OeNB haben SPÖ und ÖVP die Vorstandsposten untereinander aufgeteilt. Wala steht der SPÖ nahe. Alle Oppositionsparteien verlangten am Freitag, die Luxuspensionen abzuschaffen. Die OeNB sitzt auf einer Pensionsreserve von zwei Milliarden Euro, die der Abdeckung der Altverträge dient. In der Vergangenheit konnten Mitarbeiter der OeNB nach 35 Dienstjahren mit 55 Jahren und 85 Prozent ihres Letztbezugs in Pension gehen. Knapp 1400 ehemalige und aktive OeNB-Mitarbeiter bekämpfen nun den kürzlich eingeführten Solidaritätsbeitrag. Sie haben beim Arbeits- und Sozialgericht eine Klage eingebracht, weil sie seit Jänner einen Pensionssicherungsbeitrag von 3,3 Prozent zahlen müssen.

Die Nationalbank betont, dass sie bereits Anfang der 1990er-Jahre mit der Reform des Pensionssystems angefangen habe. Das Pensionssystem sei in mehreren Schritten an das ASVG-System angepasst worden. Seit 1998 findet bei neuen Mitarbeitern ausschließlich das ASVG-System Anwendung. (höll)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.11.2013)

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