Bordverpflegung: Caterer Donhauser will Do&Co bei AUA und ÖBB ablösen

Austrian Airlines und die Bahn haben derzeit ihre Essensversorgung an Bord ausgeschrieben. Der Ex-ÖBB-Caterer Donhauser bewirbt sich um die Großaufträge.

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Do&Co will sich nicht mehr für die Bordverpflegung bei AUA-Flügen bewerben. – APA

Der Gastro-Unternehmer Josef Donhauser - der vor Do&Co ("Henry am Zug") die Zugsverpflegung bei den ÖBB besorgt hat - bewirbt sich um die Catering-Großaufträge bei der Bahn sowie bei der AUA. Das berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) am Wochenende. AUA und ÖBB haben ihre Bordverpflegung ausgeschrieben. Entscheidungen sollen Anfang 2018 fallen.

Im April 2012 hatte Donhauser mit seiner Firma e-express das ÖBB-Catering an Do&Co abgeben müssen. Er verlor damals auf einen Schlag 83 Prozent seines Geschäfts.

Die Firmengruppe Donhausers (Umsatz zuletzt 35 Mio. Euro, 600 Beschäftigte) wurde neu aufgesetzt. "Wir mussten vor fünf Jahren praktisch von vorne anfangen und haben in Oberösterreich eine neue Heimat gefunden", sagte Donhauser in den OÖN. Er übernahm 95 Prozent des Spitz-Caterings, mit fünf Prozent ist nach wie vor Spitz-Erbe Walter Scherb beteiligt. Neben dem Linzer Design Center bespielt Donhauser die verschiedenen Lokale im Musiktheater und das Fußball-Stadion in Pasching.

Spitz-Catering beliefert Flughafen in Schwechat

Seit Donhausers Übernahme habe sich das Spitz-Catering verdreifacht. "Wir wachsen jedes Jahr durchschnittlich um 40 Prozent." Neben organischem Wachstum wurde zugekauft, unter anderem der Congress-Caterer in Innsbruck. Zudem verpflegt die Firma die Mitarbeiter des Flughafens Wien, des Wiener Raiffeisen Campus und der ÖBB-Zentrale und ist Franchisenehmer der Fastfood-Kette Subway. Über ein Joint Venture wird die Bordverpflegung eines iranischen Eisenbahnunternehmens erledigt.

Bei der AUA (Austrian Airlines) läuft die Ausschreibungsphase bis Jahresende, weil der 10-Jahres-Vertrag von Do&Co ausläuft. Bei den ÖBB endet die Ausschreibung Mitte August. Bei den Bundesbahnen hat Do&Co nach Streitigkeiten um einen Kollektivvertrag im Mai angekündigt, sich nicht mehr bewerben zu wollen. Im Juli hat aber ÖBB-Konzernchef Andreas Matthä die Erwartung geäußert, dass sich Do&Co an der Ausschreibung beteiligen wird.

(APA)

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