Finanzinvestor Cerberus nach Bawag-Abverkauf an Alitalia interessiert

Im Bieterkampf um Alitalia hat nun auch der US-Finanzinvestor Cerberus einem Medienbericht zufolge ein Auge auf die insolvente italienische Fluggesellschaft geworfen.

AFP (PASCAL PAVANI)

US-Finanzinvestor Cerberus, der heute die frührere Gewerkschaftsbank Bawag an die Wiener Börse gebracht hat, habe gegenüber Alitalia erklärt, Interesse an einer Übernahme zu haben, für den Fall, dass die Firma umfassend zu restrukturieren ist, berichtete die "Financial Times" (FT) am Mittwoch unter Berufung auf Insider. Der Investor sei bereit, bis zu 400 Millionen Euro für die Sanierung zu bezahlen.

"Das ist keine Rosinen-Pickerei", sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Cerberus wolle nicht nur Teile übernehmen sondern die Fluggesellschaft als Ganzes erhalten. Cerberus wolle allerdings mit der italienischen Regierung verhandeln, dass diese einen Teil an Alitalia behält. Eine eigene Offerte habe der Finanzinvestor indes nicht abgegeben, da die Ausschreibung zu restriktiv sei.

Der Vorstoß von Cerberus kommt eine Woche nachdem sieben Bieter eine Offerte eingereicht haben für die Gesellschaft oder Teile von ihr, darunter auch die Lufthansa und der Billigflieger Easyjet. Die italienische Regierung hatte in der Vergangenheit klar gemacht, dass nur ein Komplettverkauf in Frage komme, und nicht etwa die Trennung von Flugbetrieb und Bodendiensten.

Alitalia musste im Frühjahr in Insolvenz gehen, nachdem die Mitarbeiter sich gegen einen von Gewerkschaften und Management ausgehandelten Rettungsplan gestellt hatten. 

(Reuters)

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