EU will Möbelriesen Ikea wegen Steuervermeidung prüfen

Die EU-Wettbewerbsbehörde will laut "Financial Times" die niederländischen Steuervereinbarungen des Möbelhauses prüfen.

Die Ikea Filiale in Siegen Turm mit Logo Wirtschaft Feature IKEA Deutschland GmbH & Co KG am 13
Die Ikea Filiale in Siegen Turm mit Logo Wirtschaft Feature IKEA Deutschland GmbH & Co KG am 13
(c) imago/Rene Traut (imago stock&people)

Für den Möbelkonzern Ikea dürfte es in Brüssel unangenehm werden. Wie die "Financial Times" berichtete, will Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager eine Untersuchung gegen die schwedischen Erfinder von Billy und Pax starten.

Im Zentrum der Prüfung soll das niederländische Steuerarrangement stehen, mit dem Ikea laut einem Bericht der Grünen im EU-Parlament von 2009 bis 2014 rund eine Milliarde Euro an Steuerzahlungen vermieden haben soll.

Laut dem von der Zeitung zitierten Bericht soll der Ikea-Konzern mit zwei Unternehmensgruppen in einem Netz aus Firmen in den Niederlanden, Luxemburg und Liechtenstein operiert haben und seine Gelder und Gewinne so verschoben haben, dass er von den vorteilhaftesten Steuerregeln profitieren kann.

Mehr als tausend Steuerdeals auf dem Prüfstand

Die EU-Wettbewerbsbehörde müsse nun zuerst prüfen, ob die Steuervereinbarung mit den Niederlanden gegen die EU-Regeln verstoßen hat, berichtete die "Financial Times" am Wochenende. Die Prüfung reiht sich in die mehr als tausend Steuerdeals internationaler Konzerne ein, die die EU seit 2013 prüft. In den fünf bisher abgeschlossenen Untersuchungen haben die Behörden vier Mitgliedsstaaten aufgefordert, von knapp vierzig Firmen Milliarden Euro an Steuern nachzufordern. Darunter finden sich prominente Namen wie Apple, Starbucks, Amazon und Fiat.

Ikea wie auch die EU-Kommissio wollten sich nicht zu dem Bericht äußern.

 

(loan)

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