Flugzeugzulieferer FACC auf dem Weg zum Milliardenkonzern

Das oberösterreichische Unternehmen will auf eine Milliarde Euro Umsatz wachsen. Auch der Börsewert der mehrheitlich in chinesischem Eigentum stehenden Firma nähert sich der Milliarden-Marke.

FACC-Chef Robert Machtlinger
FACC-Chef Robert Machtlinger
FACC-Chef Robert Machtlinger – APA/HANS KLAUS TECHT

Der mehrheitlich in chinesischem Eigentum stehende, börsenotierte Flugzeugzulieferer FACC aus Oberösterreich hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020/21 auf eine Milliarde Euro Umsatz zu wachsen. Dieses Ziel wurde am Dienstag neuerlich bekräftigt. Die kürzlich abgeschlossenen Verträge mit Airbus, Bombardier und Rolls-Royce im Gesamtwert von rund 650 Millionen Euro würden die
Wachstumsstrategie bereits in den kommenden Jahren
entsprechend unterstützen, heißt es im Zwischenbericht über die erfolgreichen ersten drei Quartale 2017/18. Diese beweisen, dass der Kurs Richtung Milliardenkonzern stimmt. Schon das laufende Geschäftsjahr dürfte mit einer Umsatzsteigerung von zuletzt 706 auf 740 bis 750 Millionen Euro enden.

Erlöse im Rekordwert von 564 Millionen Euro gab es in den ersten neun Monaten (plus 8,8 Prozent). Selbst im dritten Quartal, für das Analysten einen Umsatzrückgang prognostiziert hatten, brachte ein Plus von 191,2 auf 205,2 Millionen Euro Umsatz. Unverändert gegenüber den Vorperioden bleiben die Wachstumstreiber im Bereich der Produktumsätze. Nach wie vor tragen die Programme Boeing 737, Boeing 787, Airbus A320 Familie, Airbus A330, Airbus A350 XWB, Bombardier Challenger 350 und Embraer Legacy 450/500 sowie Umsätze aus den jeweils dazugehörigen Triebwerksfamilien zum Wachstum des Konzerns bei. Ebenso stabil steigende Umsätze verzeichnen die jüngeren Programme Bombardier C Series sowie Global 5000/6000 Business.

Das EBIT nach Einmaleffekten konnte in den vergangenen drei Monaten auf 15,9 Millionen Euro fast verdreifacht werden. Für das Gesamtjahr wird ein bereintes EBIT in der Größenordnung zwischen 45 und 50 Millionen Euro erwartet.

Der gute Geschäftsverlauf spiegelt sich an der Börse wider. 2017 war die FACC-Aktie mit einem Jahresplus von knapp 240 Prozent bester Wert im Wiener prime market. Am Montag wurde mit 19,78 Euro ein neues Allzeithoch erreicht. Der Börsewert des Unternehmens lag bei 888 Millionen Euro. Am Dienstag waren zu Handelsbeginn 20 Euro neuerlich ein Rekordhoch für die Aktie, der Börsewert erreichte 916 Millionen Euro. Die Milliarde kommt in Reichweite.

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