Wie eine Ex-Beraterin einen biederen Backwarenladen umkrempelte

Vor einem Jahr machte sich Ex-Beraterin Karin Reindl selbst zur Firmenchefin. Seither krempelt sie den biederen Backwarenhändler Farm Gold um. Berührungsängste kennt sie nicht: Nüsse aus Syrien reizen sie ebenso wie Fleisch aus dem Labor.

Die Linzerin Karin Reindl pendelt täglich zu ihrer Fabrik im Süden von Wien.
Die Linzerin Karin Reindl pendelt täglich zu ihrer Fabrik im Süden von Wien.
Die Linzerin Karin Reindl pendelt täglich zu ihrer Fabrik im Süden von Wien. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Ein weißgrauer Block mitten im Wiener Neudorfer Industriegebiet, keine 30 Autominuten südlich von Wien. Auch so können Kindheitsträume aussehen. „Ich wollte immer schon meine eigene Fabrik besitzen“, erzählt Karin Reindl. Vor einem knappen Jahr konnte sich die Oberösterreicherin ihren Wunsch endlich erfüllen. Die ehemalige Beraterin hatte genug davon, den Managern immer nur zu erklären, wie sie es besser machen könnten, ohne selbst die Fäden in der Hand zu haben. „Ich habe viele Familienunternehmen begleitet. Dabei ist meine Begeisterung für ein eigenes Unternehmen gereift“, erklärt die Wirtschaftsjuristin.

Seit März 2018 hat sie es geschafft. Sie ist Eigentümerin und Chefin von Farm Gold. Der traditionsreiche Familienbetrieb hatte zwar ein stabiles Geschäft, den Handel mit Nüssen und Trockenfrüchten, aber auch ein Problem: Die vier Töchter des Eigners hatten keine Lust auf Nüsse. Also schlug Karin Reindl zu, hängte ihren alten Job an den Nagel – und erkaufte sich eine Zukunft als Unternehmerin.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.02.2019)

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