Weniger Gewinn im Halbjahr für die Bank Austria

Die UniCredit-Tochter Bank Austria hat im ersten Halbjahr 326 Millionen Euro verdient.

Die Bank Austria, die Österreich-Tochter der italienischen Großbank UniCredit, hat im ersten Halbjahr 2019 weniger Gewinn erzielt. Im Vergleich zur Vorjahresperiode ging der Überschuss von 353 Millionen Euro auf 326 Millionen Euro und damit um 7,7 Prozent zurück, wie die Bank am Montag in ihrem Finanzbericht mitteilte. Auch die Erträge sanken um 6,2 Prozent auf 937 Millionen Euro.

Grund für den Gewinnrückgang sei unter anderem ein "Umfeld extrem tiefer Zinsen mit entsprechendem Margendruck" gewesen, schrieb die Bank in ihrem Bericht. Hinzu komme die "weiterhin positive Entwicklung des Kreditrisikos". Der Kreditrisikoaufwand lag im Halbjahr bei plus 13 Millionen Euro, nach plus 87 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Für die gesunkenen Erträge sei vor allem das schwache Handelsergebnis verantwortlich gewesen, berichtete die Bank. Dieses reduzierte sich im Berichtszeitraum um rund zwei Drittel von 71 Millionen auf 24 Millionen Euro. Das Handelsergebnis sei im Vorjahr von "einzelnen großen Kundentransaktionen und Bewertungseffekten" stark positiv beeinflusst gewesen.

Ein restriktives Kostenmanagement konnte die Rückgänge bei den Erträgen nur teilweise ausgleichen. Das Betriebsergebnis blieb mit 367 Millionen Euro um 2,6 Prozent hinter den Zahlen des Vorjahres zurück. Allerdings konnte die Kostenquote, das Verhältnis der Kosten zu den Einnahmen (Cost-Income-Ratio), von 62,3 Prozent auf 60,8 Prozent verbessert werden. Im ersten Halbjahr hat die Bank Austria laut eigenen Angaben die Betriebsaufwendungen um 53 Millionen oder 8,5 Prozent auf 570 Millionen Euro gesenkt.

Die heute veröffentlichten Zahlen stammen aus dem Halbjahresbericht der Bank Austria AG und enthalten auch die CIB-Division (Corporate and Investment Banking). In den im August von der Mutter UniCredit veröffentlichten Zahlen für das Commercial Banking Austria war das Corporate and Investment Banking nicht enthalten. Daher weichen die vorliegenden Zahlen von den im August berichteten Ergebnissen ab.

(APA)

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