Wifo-Studie: Eurospaltung kostete Jobs

Treten die Schuldenländer aus dem Euro aus, hätte das für Österreich verheerende Folgen. Die Exporte würden mit Nord-Euro einbrechen.

Symbolbild
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(c) REUTERS (PAUL HANNA)

Wien/Alpbach/Apa. Treten die Schuldenländer aus dem Euro aus, hätte das für Österreich verheerende Folgen. Das zeigt eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo). Die Annahmen: Griechenland, Italien, Irland, Portugal, Spanien und Zypern kehren 2013 zu ihren nationalen Währungen zurück, die übrigen Länder behalten den Euro. Ein solches Szenario hätte laut Wifo ein Schrumpfen der heimischen Wirtschaft um knapp elf Milliarden Euro im ersten Jahr und 32 Milliarden Euro im zweiten Jahr zur Folge – dies vor allem deshalb, weil die Exporte einbrechen würden.

Die tiefe Rezession würde auch einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit von 4,5 auf bis zu 7,6 Prozent mit sich bringen. „Wir können uns die sozialen und politischen Kosten dieses Szenarios nicht vorstellen“, warnte Bundeskanzler Werner Faymann am Rande des Forums Alpbach.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2012)

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