Reaktionen: Politiker über die aktuellen Herabstufungen

breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Werner Faymann und Michael Spindelegger

Es "ist unverständlich, wenn sich eine von drei US-Ratingagenturen im Alleingang dazu entschließt, die Bonität von Ländern der Eurozone herabzusetzen bzw. den Ausblick negativ zu bewerten".
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Finanzministerin Maria Fekter

"Die wirtschaftliche Lage in Italien und Ungarn war die Hauptursache für die Abstufung Österreichs durch die Ratingagentur Standard & Poor's. Sollte mit der Bank-Austria-Mutter UniCredit in Italien etwas sein, dann würden milliardenschwere Haftungen der Gemeinde Wien schlagend - mit entsprechender Belastung für den Staatshaushalt."
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Bundespräsident Heinz Fischer

Die Triple-A-Aberkennung sei nicht überraschend gekommen, aber trotzdem unerfreulich. Für Österreich könnte dies ein Ansporn für die Bemühungen sein, die Kreditwürdigkeit des Landes zu festigen. Es brauche ein "gutes, wirksames Sparpaket".Clemens Fabry
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache

"Wenn Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger als erste Reaktion darauf nichts anderes einfällt, als ihr 'Unverständnis' zu äußern, dann ist es höchste Zeit diese Herrschaften in die Wüste zu schicken."Hans Punz
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Grüner Vizeklubchef Werner Kogler

Österreich solle sich nicht von einzelnen Ratingagenturen hysterisch machen zu lassen. Entscheidend seien die auf den Märkten gebildeten Zinsen. Es sei jedenfalls nützlich und vernünftig, den Schuldenstand einzudämmen. Zudem sei eine Umstrukturierung des Steuersystems mit Vermögenssteuern und mittelfristiger Entlastung der Leistungseinkommen notwendig.APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

BZÖ-Chef Josef Bucher

"Österreich ist immer noch Triple A, nur diese Große Koalition hat bestenfalls Ramschstatus." Das Land brauche einen "Reformfrühling", es müsse am System gespart werden.REUTERS/Heinz-Peter Bader
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Frankreichs Premierminister François Fillon

Die Entscheidung sei zwar "erwartet" worden, komme aber angesichts der laufenden Bemühungen im Kampf gegen die Schuldenkrise in der Eurozone zu einem "ungünstigen Zeitpunkt".REUTERS/Benoit Tessier
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Frankreichs Finanzminister Francois Baroin

"Die Herabstufung ist keine Katastrophe, AA+ ist immer noch ein gutes Rating."IAN LANGSDON
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel

"Ich glaube, es wird noch stärker in den Vordergrund treten, dass wir schnell einen ESM brauchen, der durch Kapital unterlegt ist." Er müsse "so schnell wie nur irgend möglich" startklar sein. Dadurch, dass er sich nicht frisches Kapital an den Märkten besorgen muss, "ist er unabhängig von solchen Bewertungen".REUTERS/Fabian Bimmer
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Deutscher Außenminister Guido Westerwelle

"Wir brauchen dringend mehr Wettbewerb und unabhängige, europäische Ratingagenturen, damit nicht politische oder wirtschaftliche Interessen zulasten des Euro und zulasten Europas zur Geltung kommen können."Axel Schmidt/dapd
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

CDU-Finanzexperte Klaus-Peter Willsch

"Es muss endlich Schluss gemacht werden mit dem abwegigen Vorhaben, Länder ganz vom Finanzmarkt zu nehmen und vollständig über Hilfsmechanismen mit Schuldenvergemeinschaftung zu refinanzieren."
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Japans Ministerpräsident Yoshihiko Noda

"Europas Schuldenkrise ist nicht nur auf der anderen Seite eine Katastrophe." Japans Ministerpräsident fürchtet, dass sein Land nach der Herabstufung Frankreichs durch die Ratingagentur S&P in den Fokus rückt.
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Euro-Finanzminister und Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker

"Wir unterstreichen noch einmal, dass die Staats- und Regierungschefs der Eurozone weitreichende Maßnahmen beschlossen haben, die - zusammen mit den Entscheidungen der EZB - dazu geführt haben, dass sich die Anspannungen am Staatsanleihen- und Interbankenmarkt unlängst deutlich abgeschwächt haben."
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Präsident der Industriellenvereinigung Veit Sorger

"Die mangelnde strukturelle Reformpolitik in Österreich ist ganz klar die Hauptursache für den jetzigen Verlust der Top-Bonität Österreichs. Im Pensions- und Gesundheitssystem sowie in der ineffizienten Verwaltung versickern Milliarden, während nur über kleinere Reförmchen und Alibi-Maßnahmen wie Steuererhöhungen diskutiert wird."
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

EU-Währungskommissar Olli Rehn

"Ich bedauere die heutige, ungereimte Entscheidung von Standard & Poor's betreffend das Rating mehrerer Mitglieder der Euro-Zone, in einer Zeit, wo die Euro-Zone entscheidend an allen Fronten der Krisenbewältigung handelt."
breadcrumbs-arrow-small
breadcrumbs-arrow-small

Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny

"Eine Sichtweise, die mit Ausnahme Deutschlands für alle AAA-Staaten des Euroraumes zu einer Rating-Verschlechterung führt, ist ökonomisch schwer nachvollziehbar und wird auch von den anderen Rating-Agenturen nicht geteilt. Die Einzelmeinung von Standard & Poor's sollte daher in ihrer Wirkung nicht überschätzt, aber auch nicht ignoriert werden."Bader
Kommentar zu Artikel:

Reaktionen: Politiker über die aktuellen Herabstufungen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.