Bank-Run: Nicht einmal Initiator hob sein Geld ab

Der von französischen Ex-Fußballer Eric Cantona ausgerufene Sturm auf die Banken ist ausgeblieben. Nicht einmal Cantona selbst hat sein Geld abgehoben.

Bank Run
Bank Run
(c) AP (Jacques Brinon)

Der von einer französischen Gruppe rund um den Fußballer Eric Cantona betriebene Run auf die Banken ist ausgeblieben. In Österreich habe es keinen wahrnehmbaren Effekt bei den Behebungen gegeben, hieß es aus den österreichischen Großbanken am Dienstagnachmittag. Der bevorstehende "Einkaufs-Feiertag" am morgigen 8. Dezember habe stärkere Auswirkungen.

Eine Gruppe aus Frankreich versuchte seit einigen Wochen mittels Facebook und anderen Internet-Medien zu mobilisieren, damit die Menschen in Europa kollektiv am 7. Dezember ihr Geld abheben und so das Banksystem ins Wanken bringen. Lediglich 30.000 Personen sind letztendlich in Frankreich dem Aufruf gefolgt. Zuletzt hat Euro-Gruppen-Vorsitzender Jean-Claude Juncker die Aktion scharf kritisiert. Schon in den Blogs und Postings hat es aber nur schaumgebremste Zustimmung gegeben.

Auch in Frankreich hat es nach Angaben der Online-Seite von France 2 keinen nennenswerten Ansturm auf Bankfilialen gegeben. Die Zeitung "le parisien" schreibt wiederum am Dienstagnachmittag, Cantona habe sich bisher nicht in seiner Bankfiliale gezeigt, obwohl er angekündigte hatte, dort eine größere Summe abheben zu wollen. Auch zitieren französische Zeitungen den Finanzdienst Wansquare, wonach Cantona 750.000 Euro von einem Konto der Bank Leonardo zur Credit Agricole transferiert haben soll, um ihn dann medienwirksam abheben zu können. Auch diese Abhebung habe aber noch nicht stattgefunden.

(APA)

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