Trister Rekord: 11,2 Millionen Prozent Inflation in Simbabwe

Die Inflation in Simbabwe galoppiert auf 11,2 Millionen Prozent pro Jahr. Das sind 4,5 Prozent pro Tag - mehr als die jährliche Teuerung in Österreich.

Dieser Schein reicht für ein Stück Brot
Dieser Schein reicht für ein Stück Brot
EPA (Bishop Asare)

Die Hyperinflation im afrikanischen Krisenstaat Simbabwe - bisher schon die höchste der Welt - ist trotz staatlicher Preiskontrollen im Juni auf offiziell 11,2 Mio. Prozent gestiegen. Das gab das staatliche Statistikamt am Dienstag bekannt.

Vor einem Monat "nur" 2,2 Mio Prozent

Im Vormonat war sie noch mit einer Jahresrate von 2,2 Millionen Prozent angegeben worden - ein Wert, der nach Expertenansicht weit unter dem realen Prozentsatz liegt. Die Zentralbank hatte vor kurzem die Streichung von 10 Nullen bei der Landeswährung bekanntgegeben, nachdem sie zuvor einen neuen Geldschein im Nominalwert von 100 Mrd. Simbabwe-Dollar in Umlauf gebracht hatte.

Ersparnis eines Lebens für ein Stück Brot

Ein kleines Rechenbeispiel soll die Auswirkung dieser enormen Inflation verdeutlichen:

Angenommen, ein Stück Brot kostet einen Euro. Bei 11,2 Millionen Prozent Jahresinflation (bei täglicher Verzinsung mit 4,5 Prozent) entwickelt sich der Preis wie folgt:

Brot bei 11,2 Millionen Prozent Inflation
TagBrotpreis in Euro
11
71,36
30 (ein Monat)3,79
60 (zwei Monate)14,41
9054,72
182 (halbes Jahr)3273,05
275 (drei Quartale)204.670,25
335 (elf Monate)2.950.056,10
365 (ein Jahr)11.200.000

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