US-Banken retten eigene Einlagensicherung

Der US-Einlagensicherung geht angesichts der Flut regionaler Bankenpleiten das Geld aus. Die Banken zahlen nun 45 Milliarden Dollar für drei Jahre im Voraus ein. Ein Ende des Bankensterbens ist nicht abzusehen.

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(c) REUTERS (Rick Wilking)

Mit einer Vorauszahlung ihrer Gewerbegebühren wollen US-Banken der Regierung bei der Rettung der eigenen Branche unter die Arme greifen. Die US-Einlagensicherung FDIC stimmte am Donnerstag einer Vereinbarung mit der Finanzwelt zu, die eine Vorauszahlung der Gebühren der nächsten drei Jahre vorsieht.

Sie spült rund 45 Milliarden Dollar Barmittel in die Kassen der Federal Deposit Insurance Corp (FDIC), die nach der Serie von Bankenpleiten zuletzt selbst in die roten Zahlen gerutscht war. Die nun verabredete Vorauszahlung gilt als die attraktivere Alternative in der noch immer unter der Krise ächzenden Branche, der sonst höhere Notgebühren gedroht hätten.

US-Banken müssen jedes Quartal bestimmte Abgaben für die Sicherung ihrer Kundeneinlagen leisten, damit die FDIC im Fall einer Pleite einspringt. Die FDIC sichert in den USA pro Konto Einlagen bis zu 250.000 Dollar ab.

In diesem Jahr hatte die FDIC 120 US-Banken geschlossen, so viele wie seit 1992 nicht mehr pro Jahr. Experten rechnen mit weiteren Zusammenbrüchen. Mehr als 400 Banken stehen auf der "roten Liste" der FDIC. Im vergangenen Jahr brachen 25 Institute zusammen, 2007 waren es lediglich drei.

(Ag.)

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