Plakat sollte Falschparker abschrecken

Ein Parkhaus-Mitarbeiter ergriff Eigeninitiative.

Autofahrer, die im Parkhaus gleich zwei Parkplätze beanspruchen, sorgen für Unmut (Symbolbild).
Autofahrer, die im Parkhaus gleich zwei Parkplätze beanspruchen, sorgen für Unmut (Symbolbild).
Autofahrer, die im Parkhaus gleich zwei Parkplätze beanspruchen, sorgen für Unmut (Symbolbild). – (c) Bilderbox

Immer wieder gelingt es Autofahrern, sich auf Straßen, Parkplätzen oder in öffentlichen Garagen nicht innerhalb der vorgesehenen Linien einzuparken, sondern ihr Fahrzeug so abzustellen, dass sie dabei gleich zwei Parkplätze beanspruchen. Ein Verhalten, das nicht nur anderen Parkplatzsuchenden den Puls in die Höhe treibt. Es ging auch Luigi Del Polito, einem Mitarbeiter eines großen Düsseldorfer Parkhauses, gegen den Strich. Zudem hatte er im Zuge seiner Aufsichtstätigkeit die Erfahrung machen müssen, dass diese „Doppelparker“ uneinsichtig oder sogar aggressiv auf seine Hinweise reagieren.

Um die Unsitte abzustellen, hängte er kurzerhand Plakate auf. Darauf kündigte er an, dass ab sofort jeder Autofahrer, der sein Auto nicht zwischen zwei Linien zu parken imstande sei, nun auch für zwei Parkplätze zu zahlen habe.


Eine originelle Ankündigung, die freilich jeder rechtlichen Grundlage entbehrt und in der Praxis nicht durchsetzbar ist. Das wusste er allerdings nicht. Bei einer Umfrage unter Parkhausnutzern stießen seine Plakate trotzdem auf rege Zustimmung. Tatsache ist jedoch auch, dass moderne Pkw im Schnitt um 20 Zentimeter breiter sind als noch vor zwanzig Jahren. Was etwa in älteren Parkhäusern zu einem Problem wird, da dort die Stellplätze für heutige Verhältnisse zu klein dimensioniert sind. Und dort kann auch ein Plakat wie das von Del Polito keine Abhilfe schaffen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.02.2019)

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