Die überschätzte Maschine

Selbstlernende Roboter sind dem Menschen ähnlicher als gedacht. Sie tricksen und täuschen Erfolge vor. Was heißt das in einer Zeit, in der wir immer mehr an Algorithmen auslagern?

Dieser Roboter des japanischen Künstlers Takayuki Todo imitiert die Mimik seines Gegenübers. Zu sehen im Kunstverein Frankfurt.
Dieser Roboter des japanischen Künstlers Takayuki Todo imitiert die Mimik seines Gegenübers. Zu sehen im Kunstverein Frankfurt.
´Empathische Systeme´ im Frankfurter KunsDieser Roboter des japanischen Künstlers Takayuki Todo imitiert die Mimik seines Gegenübers. Zu sehen im Kunstverein Frankfurt. tverein – (c) APA/dpa/Boris Roessler (Boris Roessler)

Es ist gar nicht lange her, dass Computer gelernt haben, wirklich gut Poker zu spielen. Vergangene Woche schlug ein Algorithmus dann erstmals fünf menschliche Poker-Stars gleichzeitig. Trotzdem schaffen es Erfolgsmeldungen wie diese heute kaum noch in die Schlagzeilen. Wir haben uns daran gewöhnt, unsere Überlegenheit Stück für Stück an die denkenden Maschinen von morgen abzugeben. Sie sind auserwählt, unsere Fabriken zu steuern, Krankheiten zu erkennen und unsere Autos zu lenken. Aber nicht immer sind die Programme, die wir bewundern und fürchten zugleich, so intelligent, wie gedacht. Manche haben auch einfach nur gelernt, gut zu schummeln, um weiterzukommen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.07.2019)

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