China droht mit Gegenmaßnahmen bei neuen US-Zöllen

Peking wirft Washington Verstoß gegen erzielten Konsens vor - Beilegung des Handelskonflikts rückt weiter in die Ferne

China will auf die von den USA im Handelsstreit angedrohten höheren Zölle mit Gegenmaßnahmen reagieren. Das amerikanische Vorgehen verstoße gegen den Konsens, den die Staatschefs beider Länder erzielt hätten, begründete das Finanzministerium am Donnerstag in Peking. Damit sei der richtige Weg zur Beilegung der Handelsstreits verlassen worden.

US-Präsident Donald Trump hatte Anfang August den Zollkonflikt trotz einer neuen Verhandlungsrunde verschärft und angekündigt, auf Importe aus China im Volumen von 300 Milliarden Dollar (268 Mrd. Euro) einen zehnprozentigen Sonderzoll zu erheben.

US-Handelsdefizit ein Dorn im Auge Trumps

Trump stört sich am riesigen Defizit seines Landes im Handel mit der Volksrepublik und wirft der Regierung in Peking vor, sich nicht an Zusagen zu halten.

Allerdings soll die Einführung der neuen Zölle auf chinesische Güter wie Laptops und Mobiltelefone zunächst noch einmal verschoben werden. Sie sollten eigentlich ab September greifen.

Beide Seiten haben sich in dem Konflikt bereits gegenseitig mit Strafzöllen überzogen. Trump hatte den Zollstreit angezettelt, weil er China unfaire Handelspraktiken vorwirft.

(APA/Reuters)

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