Weltgrößter Bierbrauer will nun fünf Milliarden Dollar von der Börse

Der belgische Bierriese Anheuser-Busch InBev (Marken wie Beck´s oder Budweiser) nimmt die Pläne für einen Börsengang seines Asien-Geschäfts wieder auf. Die immensen Schulden sollten damit abgebaut werden.

Eine Budweiser-Abfüllfabrik von Anheuser-Busch Inbev
Eine Budweiser-Abfüllfabrik von Anheuser-Busch Inbev
Bloomberg

Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev startet einen neuen Anlauf für den Börsengang seines Asiengeschäfs. Wie Informanten laut Agenturberichten angeben, sollen dabei im Oktober fünf Milliarden erlöst werden.

Ob das Vorhaben auch wirklich umgesetzt werden könne, sei allerdings noch nicht sicher, teilte der Hersteller von Biermarken wie Beck's, Budweiser oder Corona mit. Derzeit würde das Kaufinteresse auf dem Markt sondiert.
 
Anheuser-Busch hatte bereits im Juli mit dem Börsengang von Budweiser Apac in Hongkong Einnahmen von bis zu 9,8 Milliarden Dollar angepeilt, den Gang aufs Parkett jedoch vor zwei Monaten gestoppt und dies mit „allgemeinen Marktbedingungen“ begründet. Es wäre das größte IPO des Jahres geworden. Informanten hatten damals berichtet, einige Investoren hätten die zum Verkauf angeboten Aktien als zu teuer und die Bewertung als zu hoch erachtet.

AB Inbev war in den vergangenen Jahren massiv expandiert und hatte dabei Schulden von 100 Milliarden Dollar angehäuft. Mit dem Börsengang soll ein Teil davon bedient werden. Kürzlich wurde der Schuldenberg auch dadurch verringert, dass das Australien-Geschäft für 11,3 Milliarden Dollar verkauft wurde.

Für die Börse in Hongkong wäre die Emission ein wichtiges Erfolgssignal. Die Börse erregte am Mittwoch mit ihrem 35 Milliarden Euro schweren Übernahmeangebot für die Londoner Rivalin LSE Aufsehen.

 

 

(red.)

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