Hypo-Abwicklung: Koste es, was es wolle!

Der Bund benimmt sich bei der Hypo Alpe Adria wie ein Pleitier, der meint, er stünde hervorragend da, wenn man sich den Kredit für die Villa, die Leasingrate für den Ferrari und die Alimente für die fünf Kinder wegdenkt.

(c) EPA (BARBARA GINDL)

Die „Task Force“ für die Hypo Alpe Adria hat ihren Bericht über die Abwicklungsvarianten fertig, somit kann sich die Regierung ans Abwrackwerk machen. Tosender Applaus will freilich nicht aufkommen, denn diese Arbeit hätte sie eigentlich vor vier oder fünf Jahren angehen sollen. De-facto-Bankenpleiten hat es ja nach 2008 weltweit nicht wenige gegeben. Die meisten, etwa in den USA, der Schweiz oder Deutschland, sind längst planiert. Teilweise auf eine Art, bei der für die Steuerzahler (wie in der Schweiz) sogar noch die eine oder andere Milliarde an Rebbach herausgesprungen ist, statt dass sie, wie bei uns, seit Jahren zusehen müssen, wie Milliarde nach Milliarde in Fässern ohne Boden verschwindet.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.01.2014)

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