Netzwerk Gusenbauer: Eine Reihe merkwürdiger Ereignisse

Wie funktionstüchtig ist das Netzwerk von Alfred Gusenbauer? Ein Rückblick auf seltsame Vorkommnisse Mitte 2015 und auf die Rolle, die Ex-Bankenchef Erich Hampel dabei spielte.

Alfred Gusenbauer mit Erich Hampel beim SPÖ-Sommerfest 2005
Alfred Gusenbauer mit Erich Hampel beim SPÖ-Sommerfest 2005
Alfred Gusenbauer mit Erich Hampel beim SPÖ-Sommerfest 2005 – Artinger

Wenn Alfred Gusenbauer in einem ausgiebigen Interview bereitwillig Rede und Antwort steht, dann weiß man, was es geschlagen hat. Ja, der ehemalige SPÖ-Chef und Bundeskanzler hat Erklärungsbedarf. Und dem ist er diese Woche, via Wiener Stadtzeitung „Falter“, nachgekommen. Wirklich Neues war dort nicht zu erfahren – dass Gusenbauer seit seinem Abschied von der Tagespolitik höchst lukrativen Geschäften nachgeht und über ein ansehnliches Netzwerk verfügt, ist hinlänglich bekannt. Detto seine Freundschaft zum nunmehr verhafteten Tal Silberstein. Aber es herrscht halt Wahlkampf. Zeit also für Vergangenheitsbewältigung. Und, ganz ehrlich: So manch Ereignis der vergangenen Jahre erscheint heute, mit dem jetzigen Wissen, auch in einem völlig neuen Licht. Einem nicht unbedingt vorteilhaften. Zum Beispiel die höchst seltsamen Vorfälle bei der Casinos-Tochter Lotterien im Jahre 2015. Und die Rolle, die dabei der ehemalige Chef der Bank Austria und deren nunmehriger Aufsichtsratspräsident, Erich Hampel, spielte. Hampel ist ein „Roter“ und gehört zweifellos zum illustren Gusenbauer-Netzwerk.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.08.2017)

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